Poesie aus der Werkstatt – Poetry Slam am Christian-Gymnasium

HERMANNSBURG. Sprache ist ein Werkzeug, mit dem sich Einiges anstellen lässt. Neben vielerlei praktischen Anwendungsmöglichkeiten in Beruf, Familie und Freundeskreis kann man mit ihr auch Kunstwerke schaffen. Ob als Drama, als Lyrik oder in erzählerischer Form: Literatur begleitet den Menschen seit Jahrtausenden. Wie man selbst solche Kunstwerke erstellt, lernten kürzlich die 9. Klassen des Christian-Gymnasiums im Rahmen der jährlich stattfindenden Schreibwerkstatt, die mit einem Dichterwettstreit auf der Aula-Bühne ihren Höhepunkt fand.

Ein Fest der Fantasie und Kreativität: Poetry Slam 2019 am Christian-Gymnasium.

Drei Tage lang drehte sich für die Jugendlichen alles um die eigene Kreativität. Mithilfe verschiedener Übungen entwickelten sie eigene Gedichte und Geschichten. Sei es das Hören eines unerwarteten Geräusches, das Weiterschreiben eines Textes mit vorgegebenem Anfang oder das Lüften des Geheimnisses eines Steines, den man in der Hand hält – so abwechslungsreich die Schreib-Impulse waren, so vielfältig gestalteten sich die Ergebnisse. Von Krimis über Lovestories bis hin zu nachdenklich stimmenden Reflexionen reichte die Palette junger Literatur, die entstand, besprochen und bewertet wurde.

Letzteres übernahmen die Schüler zusammen mit ihren Lehrkräften selbst: zunächst in ihren Klassen und am letzten Tag als gesamte Stufe in der Aula. Dort stellten zwölf der Nachwuchsautoren ihre besten Texte bei einem Poetry Slam vor: einem Wettkampf, bei dem das Publikum entscheidet, wer gewinnt. Die vom Schulverein gestifteten Büchergutscheine gewannen schlussendlich Johanna Völker mit den meisten Stimmen der Schüler und Kobilay Karak, dessen Text die aus Lehrkräften bestehende Jury am stärksten überzeugte. In beiden Fällen fiel die Abstimmung knapp aus – was dafür spricht, dass sie nicht die einzigen sind, die ihr Werkzeug gekonnt eingesetzt haben.

Sebastian Salie
Foto: Sebastian Salie

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