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Faire Blumen schenken und Frauenrechte stärken! – Ortsrat Neuenhäusen verteilt zum Weltfrauentag Fairtrade-Rosen

NEUEBHÄUSEN. Sie gilt als Königin der Blumen: die Rose! Ob zum Geburtstag, zum Blinddate oder als Geste der Entschuldigung – Blumen sagen oft mehr als Worte. Was die wenigsten Rosenkavaliere beim Kauf allerdings bedenken, sind die Bedingungen, unter denen die Blumen angebaut werden. Zum Weltfrauentag setzte Neuenhäusen deshalb ein Zeichen: Der Ortsrat Neuenhäusen verteilte zusammen mit der Steuerungsgruppe Fairtrade-Rosen im Ortsteil, um die Frauen dieser Welt zu feiern und Arbeiterinnen in den Anbauländern zu stärken.

Carola Beuermann, Pastorin und Mitglied der Steuerungsgruppe Fairtrade, und Jörg Rodenwaldt, Ortsbürgermeister Neuenhäusen

Weil die deutsche Blumenproduktion die heimische Nachfrage nicht befriedigen kann, müssen gut 80 Prozent der in Deutschland verkauften Schnittblumen importiert werden. Ein Großteil kommt von Blumenfarmen des globalen Südens in Kenia, Äthiopien, Tansania oder Ecuador. Tausende Angestellte sind dort mit der Aufzucht, der Ernte, dem Zuschneiden und Verpacken der Schnittblumen beschäftigt. Etwas mehr als die Hälfte der Beschäftigten sind Frauen. Viele von ihnen sind alleinerziehend und haben keine Alternative als die schlecht bezahlte Arbeit auf den Blumenfarmen. „Als Konsumenten haben wir eine klare Verantwortung“, mahnte Ortsbürgermeister Jörg Rodenwaldt daher. „Wer Frauen stärken will, sollte das nicht nur hier bei uns machen, sondern auch über Landesgrenzen hinweg.“ Eine Möglichkeit ist, beim Kauf auf das Fairtrade-Siegel zu achten. So setzen sich Verbraucher ganz konkret für Frauenrechte, Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit ein.

Schöne Blumen für starke Frauen
Seit 2005 gibt es das Fairtrade-Siegel für bessere Arbeitsbedingungen auf Blumen- und Pflanzenfarmen. Neben der Verbesserung von Arbeitsbedingungen und Prämienzahlungen für Bildungs- sowie Gesundheitsprojekte, fördert Fairtrade auch die Gleichberechtigung von Männern und Frauen. In speziellen Trainings werden Frauen für Themen wie sexuelle Belästigung und Diskriminierung sensibilisiert und lernen, selbstbewusster aufzutreten.

Hintergrund: Fairer Handel und Frauenrechte
Seit 2018 ist Neuenhäusen Fairtrade-Stadtbezirk. Den Titel bekommen Städte und Stadtbezirke verliehen, die sich nachweislich für den fairen Handel und eine gerechtere Welt einsetzen.

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