„Onkoforum“ erstmals mit 700 Mitgliedern

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CELLE. Auf der gestrigen Jahreshauptversammlung des Onkologischen Forums Celle e.V. begrüßte Geschäftsführerin Liane von Hoff strahlend das 700. Mitglied des gemeinnützigen Vereins, der dieses Jahr seinen 25. Geburtstag feiert. Der stetige Anstieg der Mitgliedszahlen belege das hohe Renommee ebenso wie den wachsenden Bedarf für dessen Arbeit. Jährlich beraten und begleiten die 17 Fachkräfte des Forums kostenlos rund 1.000 schwer kranke und sterbende Menschen und ihre Angehörigen in und um Celle.

Auffällig an den aktuellen Patienten-Zahlen ist neben der großen Zahl betreuter Familien die zunehmende Begleitzeit sowohl in der Krebsberatung als auch im Palliativdienst. Krebsbetroffene werden oft über viele Jahre beraten, palliative Patienten mittlerweile im Schnitt rund sieben Monate lang begleitet. „Das ist ein gutes Zeichen für die Betroffenen: Wie können ihnen immer früher helfen!“, so von Hoff.

Gleichzeitig verschiebt sich zunehmend das Verhältnis von Nachfragen aus Stadt und Land in Richtung Stadt. „Krebspatienten können oft nicht mehr Auto fahren“, berichtete Psychoonkologin Jana Czekay. „Patienten aus entlegenen Dörfern aber bekommen für einen Besuch im Onkoforum keinen Transportschein von der Krankenkasse.“

Der Mitgliederzuwachs des „Onkoforums“ ist auch auf Großveranstaltungen wie die Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ und das „Celler Entenrennen“ sowie eine Mitgliederwerbekampagne im letzten Jahr zurückzuführen. Erstmals konnte der Verein so mehr als 10% seiner Ausgaben von jährlich mehr als 700.000 € durch Mitgliedsbeiträge decken. „Doch auch 2018 haben wir nicht verhindern können, auf unsere Rücklagen zurückgreifen zu müssen“, dämpfte Geschäftsführerin von Hoff die Euphorie.

Trotz einer erneuten Zunahme des Spendenaufkommens um gut 7% auf fast 500.000 €, was die große Verankerung des Forums in der Bevölkerung und großartiges bürgerschaftliches Engagement im gesamten Landkreis belege, konnte der Haushalt zum vierten Mal in Folge nicht vollständig gedeckt werden. Von Hoff freute sich dennoch: „Das Defizit von 13.000 € lag am Ende des Jahres deutlich unter allen Erwartungen.“

Auch 2018 deckte der Verein mehr als 80% seiner Ausgaben durch Spenden und private Zuwendungen. „Solange sich am geringen Zufluss öffentlicher Mittel nichts ändert, sind wir auf großzügige Cellerinnen und Celler, die die Krebsberatung und den Palliativdienst unterstützen, weiter dringend angewiesen“, so von Hoff.

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