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Mediensuchttagung in Hannover – „Internetbezogene Störungen im Spannungsfeld von Theorie und Praxis“

Mrz 29, 2019 ,

HANNOVER. Am 1. April 2019 treffen sich in Hannover in der Zeit von 10 bis 15 Uhr zahlreiche Experten und Praktiker zur Mediensuchttagung des Projekts „re:set! – Beratung bei exzessivem Medienkonsum“ der Niedersächsischen Landesstelle für Suchtfragen (NLS). Die Tagung trägt den Titel „Internetbezogene Störungen im Spannungsfeld von Theorie und Praxis“. Veranstaltungsort ist die Akademie des Sports im LandesSportBund Niedersachsen (Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10, 30169 Hannover). Es geht dabei unter anderem um die Anerkennung von internetbezogenen Störungen als psychische Erkrankungen, Identitäts- und Persönlichkeitsprofile exzessiv spielender Menschen sowie um konkrete Interventionen bei Mediensucht im Rahmen einer ambulanten Therapie.

Vorgestellt werden die Ergebnisse des vom Land Niedersachsen finanzierten Projekts „re:set!“. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert von Frau Prof. Dr. Dr. Astrid Müller, Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie der Medizinischen Hochschule Hannover. Die NLS erwartet neben den vortragenden Experten rund 150 Teilnehmer*innen aus Beratungs- und Behandlungseinrichtungen der Suchthilfe sowie aus Betrieben und Behörden.

„Das Internet in der Tasche – das ist heute die Realität auch der meisten Kinder und Jugendlichen“, erläutert Angela Böttger, Projektkoordinatorin der NLS, die Aktualität der Tagung. „Mit der zunehmenden Digitalisierung des Alltagslebens steigen allerdings auch die Risiken für exzessiven Medienkonsum.“ Wie eine aktuelle Studie der DAK zeigt, haben mehr als 15% der 12- bis 17-Jährigen ein riskantes oder pathologisches Spielverhalten im Sinne einer Gaming-Sucht. Auch die Nutzung sozialer Netzwerke, digitaler Glücksspielangebote, Shopping- und Erotikangebote können zu süchtigem Verhalten führen. Für die Betroffenen ist das mit teilweise schwerwiegenden gesundheitlichen und sozialen Folgen verbunden.

Die unerwünschten Nebenwirkungen der Digitalisierung erfordern neue und spezifische Hilfeangebote. Das Land Niedersachsen fördert deshalb seit zwei Jahren mit dem Projekt „re:set! – Beratung bei exzessivem Medienkonsum“ den Aufbau von speziellen Beratungsangeboten. In 16 ambulanten Fachstellen für Sucht- und Suchtprävention finden Betroffene und Angehörige qualifizierte Unterstützung: von Cuxhaven bis Göttingen, von Meppen bis Salzgitter. Die Fachkräfte informieren, beraten und begleiten Betroffene, die ihren Umgang mit Medien ändern wollen.

Weitere Informationen zum re:set!-Projekt finden Sie hier: www.beratung-medienkonsum.de

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