Handwerk bleibt Stütze der Konjunktur -Frühjahrsumfrage der Handwerkskammer bestätigt gute Auftragslage

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LÜNEBURG/CELLE. Gute Nachrichten aus dem Handwerk: Die Auftragsbücher sind weiterhin voll, die Hochkonjunktur hält an. In der Frühjahrsumfrage der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade zur wirtschaftlichen Entwicklung schätzen die Handwerker ihre aktuelle Geschäftslage erneut besser ein als im Vorjahr: Der Anteil der Betriebe mit guter Geschäftslage steigt von 58 auf 61 Prozent. Zufrieden sind aktuell 31 Prozent (Vorjahr: 32 Prozent), unzufrieden nur acht Prozent, zwei Prozent weniger als im vergangenen Jahr. „Überall ist zu hören, dass sich die Risiken für die Konjunktur verstärkt haben. Daher ist es umso erfreulicher, dass das regionale Handwerk derzeit eine wichtige Stütze der Konjunktur bleibt“, sagt Eckhard Sudmeyer, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer.

Der Geschäftsklimaindex im Handwerk, in dessen Berechnung neben der aktuellen Geschäftslage auch die künftigen Erwartungen eingehen, gibt um einen Punkt nach, liegt aber mit 141 Punkten weiterhin auf sehr hohem Niveau. Die Handwerksbetriebe gehen von einer deutlichen Frühjahrsbelebung aus: 37 Prozent erwarten eine bessere Geschäftslage in den kommenden Monaten, 56 Prozent eine stabile Entwicklung. Mit einer Eintrübung der Geschäfte rechnen nur sieben Prozent der befragten Handwerksbetriebe. Erwartet werden eine spürbare Erhöhung des Auftragsbestandes und steigende Umsätze bei leicht positiver Beschäftigtenentwicklung.

Im ersten Quartal 2019 verzeichneten 33 Prozent der befragten Handwerksbetriebe steigende und 48 Prozent gleichbleibende Umsätze. In 19 Prozent der Betriebe kam es zu Umsatzrückgängen. Die Entwicklung der Auftragsbestände war ebenfalls positiv. 24 Prozent der Handwerksbetriebe nutzen die gute Entwicklung, um sich mit verstärkten Investitionen auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. 65 Prozent hielten ihr Investitionsbudget konstant.

Die Beschäftigtenentwicklung im Handwerk verlief im ersten Quartal des Jahres ebenfalls positiv: 70 Prozent hielten die Zahl ihrer Mitarbeiter, 18 Prozent erhöhten sie. 41 Prozent der befragten Betriebe haben offene Stellen gemeldet, 44 Prozent waren es in der Vorjahresumfrage. Gesucht werden vor allem qualifizierte Fachkräfte und Auszubildende. „Die Nachwuchs- und Fachkräftegewinnung bleibt für viele Handwerksunternehmen eine Daueraufgabe“, sagt Sudmeyer.

Um zehn Punkte hat sich der Geschäftsklimaindex im Nahrungsmittelhandwerk deutlich auf 146 Punkte verbessert. Er liegt damit auf dem gleichen Niveau wie im Bauhauptgewerbe, wo er um drei Punkte zurückgeht. Dicht dahinter folgt mit 145 Punkten das Kraftfahrzeughandwerk (plus sechs Punkte). In den Gesundheitshandwerken werden unverändert 144 Punkte erreicht. Es folgen das Ausbauhandwerk mit 141 Punkten (Vorjahr: 145 Punkte) und das Handwerk für den gewerblichen Bedarf mit 136 Punkten (Vorjahr: 139 Punkte). Durch einen Anstieg um 17 Punkte können die personenbezogenen Dienstleistungshandwerke aufschließen; ihr Geschäftsklimaindex erreicht aktuell 127 Punkte.

Blick auf die Handwerkskonjunktur in den Regionen:

Braunschweig: 59 Prozent der Handwerksbetriebe beurteilen ihre Geschäftslage als gut, 28 Prozent als befriedigend. 36 Prozent erwarten eine bessere Geschäftslage, elf Prozent eine Verschlechterung. Der Geschäftsklimaindex liegt mit 135 Punkten um sieben Punkte unter dem Vorjahreswert von 142 Punkten.

Lüneburg: 65 Prozent der Handwerksbetriebe beurteilen ihre Geschäftslage als gut, 29 Prozent als befriedigend. 31 Prozent erwarten eine bessere Geschäftslage, sieben Prozent eine Verschlechterung. Der Geschäftsklimaindex liegt mit 140 Punkten um zwei Punkte unter dem Vorjahreswert von 142 Punkten.

Stade: 60 Prozent der Handwerksbetriebe beurteilen ihre Geschäftslage als gut, 35 Prozent als befriedigend. 45 Prozent erwarten eine bessere Geschäftslage, drei Prozent eine Verschlechterung. Der Geschäftsklimaindex liegt mit 148 Punkten um sechs Punkte über dem Vorjahreswert von 142 Punkten.

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