Hermannsburger Lateinschüler besuchen die norditalienische Stadt Brescia

HERMANNSBURG. In der Woche vor den Osterferien war es für 15 Lateinschülerinnen und -schüler des Christian Gymnasium-Hermannsburg endlich soweit: Der Rückbesuch in Italien für den Austausch der Fachgruppe Latein fand statt. Am Sonntagnachmittag angekommen, haben sich die Schüler mit ihren Gastfamilien vertraut gemacht.

Hermannsburger Lateinschüler besuchten Brescia.

Viele unternahmen bei Sonnenschein einen ersten Ausflug an den Gardasee. Am folgenden Tag wurde das Liceo Veronica Gambara besucht. Das Gymnasium beeindruckte u.a. mit Mosaiken einer römischen Domus aus dem 2. Jahrhundert. Diese befinden sich im Keller und wurden von den Schülern besichtigt.

Um die 200.000 Einwohner Stadt Brescia besser kennenzulernen, wurde am Vormittag ein Spaziergang zu berühmten Sehenswürdigkeiten wie dem Arnold von Brescia-Denkmal oder dem Capitolium unternommen. Zu den Denkmälern haben die italienischen Schüler kurze Vorträge auf Deutsch gehalten. Nachmittags besuchten sie das Teatro Grande, das in seinen Grundmauern seit 1664 besteht.

Einen normalen Schultag ihrer italienischen Gastgeber erlebten die Schüler am Dienstag. Sie hospitierten z.B. im Deutsch- und Lateinunterricht und verbrachten den Nachmittag unter sich.

Am vorletzten Tag wurde das Museum Santa Giulia besucht. Die Schüler lernten Brescias Geschichte durch eine geführte Tour kennen und sahen die Überreste und Grundrisse zweier römischer Domus. Anschließend übersetzten sie Grabinschriften im Innenhof des Museums. Dazu erhielten sie eine Einweisung zur Vorgehensweise im Umgang mit Fragmenten. Zum Abschluss des Tages wurde die Burg in Brescia erklommen, die einen tollen Ausblick über die Stadt bot. Italienische Schüler im Abschlussjahr trugen Informationen zur Burg auf Deutsch vor Ort vor.

Am Donnerstag reiste die gemischte Schülergruppe nach Verona und besichtigte u.a. die Arena. Ein Spaziergang ermöglichte einen Blick auf die Schönheit und Sehenswürdigkeiten der Stadt. Anschließend wurde die Ausstellung zu den „Catull-Höhlen“ in Sirmione besucht. Bei starkem Regen wurde die Sicht auf den Gardasee leider etwas getrübt.

Am Abreisetag gab es wie schon in Deutschland Tränen auf beiden Seiten. Einige längerfristige Freundschaften sind durch den Austausch entstanden. So möchte z.B. der italienische Schüler Enzo in den Sommerferien mit seiner Familie den CGH-Schüler Erik besuchen.

Abgesehen von den Ausflügen waren die deutschen Gäste vor allem von dem Essen in Italien beeindruckt. Jeden Tag schwärmten die Schüler von ihren Abendessen. Die begleitenden Lehrkräfte Nina Grossmann und Eileen Stammer wurden ebenso sehr herzlich von den italienischen Lehrern aufgenommen. So wurden sie nicht nur täglich abends zum Essen begleitet, sondern erhielten auch spontan Einladungen zum Mittagessen.

Sowohl die italienische als auch die deutsche Seite möchte den Austausch für die Schüler des CGH im Jahrgang 10 im folgenden Schuljahr anbieten, um weiteren Kindern diese Erfahrungen zu ermöglichen.

Eileen Stammer
Foto: Silvia Quarantini

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