Internationaler Besuch bei der Lebenshilfe Celle

CELLE. Delegationen vom Lettischen Roten Kreuz sowie der Deutschen Zentrale für Tourismus besuchten die Celler Werkstätten sowie das Zentrum für Inklusive Bildung in Garßen. Gleich zweimal hatten die Celler Werkstätten der Lebenshilfe Celle Anfang Mai internationalen Besuch.

20 Teilnehmende aus Dänemark, Polen, vom Balkan, aus Kanada, China, Südkorea und den Golfstaaten kam über die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT)

Eine Delegation des Lettischen Roten Kreuzes informierte sich am 6. Mai 2019 über den Betrieb der Wäscherei. Die Teilnehmerinnen waren voller Anerkennung für das bundesdeutsche Werkstätten-System, welches das Recht auf Arbeit für Menschen mit Beeinträchtigung sicherstellt, die auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt keine Anstellungsmöglichkeit finden. Ein vergleichbares System gibt es in Lettland nicht. Ein Unternehmen, das mit den Inklusionsbetrieben vergleichbar ist, ist dort jedoch in Planung. Die Gruppe wollte Erfahrungswerte sammeln, um in ihrem Heimatland im Rahmen eines Heims mit Tagestätte für ältere Menschen und Menschen mit Beeinträchtigung eine Beschäftigungsmöglichkeit zu schaffen.

Delegation vom Lettischen Roten Kreuz

Am Vormittag besuchte die Gruppe zudem das neue Zentrum für Inklusive Bildung (ZIB) in Garßen: Die Delegation erhielt einen Einblick in das gesamte Betreuungsspektrum des Bereiches Leben und Lernen. Die Führung durch das Gebäude begann bei den ganz Kleinen in unserer Integrativen Krippe, ging durch den Heilpädagogischen Kindergarten und endete schließlich in der Comenius-Schule. Angetan war die Gruppe vor allem von den Möglichkeiten der Förderung der Kinder und Jugendlichen in Bezug auf Selbstständigkeit und Lebenspraxis. Die Teilnehmerinnen berichteten, dass das gemeinsame Kochen in Lettland zum Beispiel aufgrund strenger Vorschriften vom Gesundheitsamt nicht möglich sei. Auch die Betreuung von Kindern unter einem Jahr entfachte bei den Teilnehmerinnen eine kleine Diskussion, denn auch dies ist in Lettland gesellschaftlich nicht üblich. Dort beginnt die Kinderbetreuung in der Regel erst mit drei Jahren. Die Delegation konnte viele Ideen zur Raumgestaltung und zur gemeinsamen Arbeit mit Kindern mit und ohne Beeinträchtigung mitnehmen.

Die zweite Gruppe kam am 8. Mai über die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT), denn das Thema war „Nachhaltigkeit im Tourismus“. Die 20 Teilnehmenden kamen aus Dänemark, Polen, vom Balkan, aus Kanada, China, Südkorea und den Golfstaaten. Wie auch bereits die lettische Delegation waren alle im Hotel Blumlage untergebracht, dem Tochterunternehmen der Lebenshilfe Celle. Das Hotel wurde kürzlich wegen seines Engagements für Nachhaltigkeit von der Celle Tourismus und Marketing GmbH ausgezeichnet (ex(Celle)ent nachhaltig) und erhielt vom DEHOGA zugleich als nur eins von fünf Hotels in Niedersachsen die Goldauszeichnung für nachhaltiges und umweltbewusstes Handeln. Ein Aspekt der Nachhaltigkeit ist u.a. auch, dass die Wäsche des Hotels in einer Werkstatt für Menschen mit Beeinträchtigung gewaschen wird. Die Wäscherei der Celler Werkstätten war also ebenfalls Ziel der Delegation der DZT.

PR
Fotos: Lebenshilfe Celle

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