Systemisch-interkulturelle Prävention – Bundes-Modellprojekt der CD-Kaserne geht erfolgreich in die Schlussphase

CELLE. Im Rahmen einer feierlichen Abschlussveranstaltung am 8. Mai in der CD-Kaserne, wurden die sechs am Projekt „Systemisch-interkulturelle Prävention“ teilnehmenden Modell-Kindergärten geehrt. Über ein Jahr wurden sie durch das Team der CD-Kaserne, Gerd Janke, Ilona Janke und Kai Thomsen, begleitet und konnten verschiedene Methoden des von der CD-Kaserne für pädagogische Einrichtungen entwickelten systemisch-interkulturellen Präventionsansatzes einsetzen und auf Praxistauglichkeit hin prüfen.

Teilnehmende Kindertagesstätten waren aus Celle die Kindertagesstätte Löwenzahn, das Gertrud-Kock-Haus, der städtische Kindergarten Neustädter Holz und die katholische Kindertagesstätte St. Ludwig. Aus dem Landkreis Celle nahmen die Kita „Neuer Weg“ in Bergen und die DRK Kindertagesstätte Osterberg in Eschede an der Praxisphase des Projektes teil.

Strahlende Gesichter, Standing Ovation – so geht das Bundes-Modellprojekt der CD-Kaserne erfolgreich in die Schlussphase. Am vergangen Mittwoch wurden die sechs am Projekt „Systemisch-interkulturelle Prävention“ teilnehmenden Modell-Kindergärten durch das SIP Projektteam: Ilona Janke, Kai Thomsen und Gerd Janke geehrt.

Susanne McDowell, Dezernentin der Stadt Celle, sprach in ihrem Grußwort lobend über das Projekt und von Gesprächen, die sie mit den Leitungen der städtischen Modellkitas geführt hatte. Sie wünsche sich den Einbezug systemischer Ansätze in vielen Kindertagesstätten.

Die teilnehmenden Modellkitas berichteten auf kreative Art und Weise, was die umfangreichen Entwicklungsprozesse in ihren Einrichtungen und bei den Fachkräften bewirkt haben. Auf der Bühne wurden unter anderem ein selbst geschriebenes Lied über das Projekt, ein „Veränderungs-Alphabet“ und eine Emoji-Performance dargeboten. Nach den Präsentationen erhielten alle teilnehmenden pädagogischen Fachkräfte ihre Teilnahme-Zertifikate.

Abschließend konnte das SIP-Team bereits die Ergebnisse der abschließenden Evaluation des Kölner Instituts für Evaluation „Univation“ präsentieren. Mit den Evaluationsergebnissen können alle Beteiligten sehr zufrieden sein. So wurden in allen teilnehmenden Kitas die Gesamtentwicklungen in der Organisation und in den Teams deutlich vorangetrieben, die Fachkräfte sind sensibler im Umgang mit anderen Kulturen geworden und die Teams haben sich positiv entwickelt. Darüber hinaus konnten die Kita-Mitarbeitenden grundlegende Kenntnisse zum systemischen Ansatz und Elemente einer systemischen Haltung (wie Offenheit, Ressourcenorientierung etc.) aufbauen. Sie konnten Kenntnisse und neue Fähigkeiten zur lösungsfokussierten Gesprächsführung, zur Partizipation und deren Umsetzung im Kita-Alltag und zum Umgang mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen erwerben. Alle Teams konnten unter anderem ihre Kommunikation miteinander, ihren Umgang mit Konflikten, die Reflexion der eigenen Arbeit sowie teils konkrete Prozesse und Strukturen zum Positiven entwickeln. In einem Teil der Modellkitas wurde die Partizipation von Kindern und Familien systematisch ausgeweitet.

Abschließend kommt der Evaluationsbericht zu folgendem Schluss: „Das SIP-Konzept bewährte sich in der modellhaften Erprobung unter durchaus heterogenen Bedingungen insgesamt sehr gut. Die Befragungsergebnisse weisen darauf hin, dass das „Gesamtpaket‘ des Prozesses mit seinen unterschiedlichen Elementen wesentlich zum Projekterfolg beigetragen hat. Eine Weiterarbeit mit dem bestehenden Gesamtkonzept erscheint vor diesem Hintergrund sehr nutzbringend.“

Das Projekt endet am 25. Oktober mit einer großen Abschluss-Fachtagung für pädagogische Fachkräfte in der Congress Union Celle. Das Programm der Abschlusstagung sowie der Evaluationsbericht stehen auf der Homepage des SIP-Zentrums unter www.sip-zentrum bereit.

Gefördert wird das Modellprojekt im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

PR
Fotos: CD-Kaserne Patryk Reinhardt

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