Pulse of Europe Celle: Alt und Jung diskutiert auf der Stechbahn

CELLE. Etwa 150 interessierte Cellerinnen und Celler waren am vergangenen Sonntag auf die Stechbahn gekommen um an der Versammlung von Pulse of Europe Celle teilzunehmen. Auch bei diesem Treffen hatte der Celler Ableger der europaweit aktiven Bürgerbewegung ein Programm vorbereitet, das zu Diskussionen einlud und an vielen Stellen zum Nachdenken anregte.

Beeindruckend war die Altersspanne der Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Ein Team der Celler Fridays-for-future-Bewegung war auf Einladung von Pulse of Europe zu Gast. Dabei fand die erst 16-jährige Deliah Schulze klare Worte und verlas ein paar selbst verfasste Zeilen, die alle anwesenden Gäste durch ihre Deutlichkeit beeindruckten. Im weiteren Verlauf drückte ein 90-jähriger Teilnehmer der Veranstaltung seine Gedanken im „offenen Mikrofon“ aus. Er erinnerte an seine Kindheit und die Leiden des Krieges und mahnte eindrücklich, die Errungenschaften der Europäischen Einigung nicht einfach zu verspielen.

Paula Seidensticker begeisterte mit einem Poetry Slam, in dem sie kunstvoll die Ideen der Fridays-for-Future mit dem Leitgedanken von Pulse of Europe verknüpfte. Ein langanhaltender Applaus war ihr sicher, zudem folgte die Bitte der Veranstalter an die Jugendlichen, sich weiter zu engagieren und nicht nachzugeben.

Ein Schwerpunkt der Veranstaltung war außerdem der Beitrag von Superindententin Dr. Burgk-Lempert, die die Bemühungen von Pulse of Europe um den Zusammenhalt nachdrücklich unterstützte und Europa als ihr „Herzensanliegen“ bezeichnete. Sie fügte ihrer Rede nicht nur eine christliche Komponente hinzu, sondern mahnte auch, dass „Frieden, Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit keine Selbstverständlichkeiten“ seien. Europa sei als gemeinsames Friedensprojekt weit mehr als nur eine Organisation, die wirtschaftliche oder politische Entscheidungen treffe. Es sei nicht vollkommen und müsse weiterentwickelt werden – das Herzstück sei aber die EU-Grundrechtecharta, aus denen Frau Burgk-Lempert zitierte. Sie stellte fest, dass die EU nur gemeinsam funktionieren könne, „im Wir, nicht im Ich“.

Begleitet wurde die Versammlung der Europafreunde von einem Bläserquartett des Hölty-Gymnasiums aus Celle. Es unterstützte die Bürgerbewegung mit drei Stücken, wobei vielen die „Ode an die Freude“ in Erinnerung geblieben sein dürfte, die der Ausklang des Treffens auf der Stechbahn war.

Peter Hofstede
Foto: Peter Hofstede

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