10 Millionen Überstunden – Bildung braucht Investitionen

NIEDERSACHSEN. Seitdem Kultusminister Tonne im Amt ist, haben Lehrer*innen an Grund- und Gesamtschulen sowie Gymnasien in Niedersachsen laut Angaben der GEW nahezu 10 Millionen Überstunden geleistet. Die 10-Millionen-Marke wird am Pfingstsonntag überschritten. Diese Überstunden werden weder bezahlt noch ausgeglichen.

„Es ist ein Skandal, wie hier mit den Lehrerinnen umgegangen wird! Ihre Überlastung wird billigend in Kauf genommen. Sie ist symptomatisch für die gravierenden Probleme im Bildungsbereich. Wertschätzung sieht anders aus. Anstatt endlich die Forderung der vom Land eingesetzten Arbeitszeitkommission – beispielsweise eine generelle Reduzierung der Arbeitszeit von Grundschullehrerinnen um eine Stunde pro Woche – umzusetzen, versucht der Minister sich aus der Affäre zu ziehen und sitzt das Problem aus. Es wird Zeit, die Kritik der verschiedenen Bildungsverbände endlich ernst zu nehmen und zu handeln. Entlastung der Beschäftigten und höhere Besoldung – dafür muss das Kultusministerium Geld in die Hand nehmen!“, kritisiert Heidi Reichinnek, Vorsitzende der LINKEN Niedersachsen.

Co-Vorsitzender Lars Leopold ergänzt: „Bei diesen Bedingungen ist es kein Wunder, dass immer mehr Lehrerinnen Niedersachsen verlassen wollen und Anträge auf Versetzung stellen. Dabei ist der Mangel an Lehrkräften bereits jetzt eklatant – ein Teufelskreis, den der Kultusminister endlich durchbrechen muss, indem die Arbeitsbedingungen verbessert werden. Doch dazu muss die rot-schwarze Regierung handeln statt eine Kommission nach der nächsten einzuberufen, um die Vorschläge der Expertinnen dann doch nur zu ignorieren. Die Bildung unserer Kinder muss uns die notwendigen Investitionen wert sein – wir fordern endlich wieder die Vermögenssteuer zu erheben. Bereits eine Vermögenssteuer von 1% würde dem Land Niedersachsen fast 2 Milliarden Euro im Jahr einbringen – Geld, dass in der Bildung dringend benötigt wird.“

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