Freies lernen in freier Schule – Neues Schulsystem für Naturtalente im Aller-Leine-Tal

HAMBÜHREN. Die Interessengemeinschaft Natürliches Lernen mit Nicole Holland, Rilana Moormann, Tanja Posern, Neele Schmidt (v. links) bahnt sich derzeit den Weg durch die Bürokratie, um im Schuljahr 2020 / 21 mit einem neuen und innovativen Schulsystem durchzustarten.

„Kinder wollen nicht wie Fässer gefüllt, sondern wie Leuchten entzündet werden.“ (Francais Rabelais) „Nach diesem Grundsatz haben wir uns zusammengefunden und eine Alternative zum herkömmlichen Schulsystem gesucht.“ so Vorstandsmitglied Neele Schmidt.

„Wir“, das sind Eltern aus dem Hambührener Waldkindergarten und dem Waldorfkindergarten in Celle. Da die erreichbaren Alternativschulen nicht in Frage kamen, entstand der Entschluss eine eigene Schule zu gründen, die von allen vorhandenen Konzepten das Beste vereinigt und eine attraktive Ergänzung zu den bereits bestehenden Schulen bietet. Aus Begeisterung über das Konzept des Waldkindergartens wurde entschieden ein naturpädagogisches Konzept zu entwickeln und damit das Lernen nahe der Natur des Kindes in der Natur zu verbinden. So entstand der Name „Naturtalente im Aller-Leine-Tal“. Es soll ein enger Bezug zum Basis-Curriculum des Landes Niedersachsen gehalten werden und neben viel Freiheit für kreatives Lernen auch eine führende Struktur entstehen, die den Kindern Klarheit und Sicherheit gibt. Elemente aus Montessori-, Waldorf- sowie Naturpädagogik sollen hier vereinigt werden. Kinder in ihren Stärken fördern und zum Entdecken der Umwelt anregen sind unter anderem die erklärten Ziele.

„Ich persönlich habe vor meinem Eintritt in die Regelschule ganze Kinderbücher auswendig gelernt und dann vorgegeben lesen zu können. Nach einigen Jahren in der Schule ließ die Begeisterung für das Lernen mehr und mehr nach, was ich ebenso bei meiner älteren Tochter beobachte. Diese Entwicklung finde ich sehr bedauerlich und wünsche mir, dass Kinder die Bereitschaft zum Lernen aus eigenem Antrieb behalten und die Welt mit Neugier und Entdeckerfreude erfahren.“ Berichtet Neele Schmidt zu ihrer Motivation.

Hierbei sollen Lehrer und pädagogische Fachkräfte unterstützen, zum Experimentieren anregen und neue Lernfelder aufzeigen. In der optionalen Nachmittagsbetreuung sind Arbeitsgruppen und Projekte geplant, die durch Ehrenamtliche und Pädagogen eingeleitet werden. Eine Kooperation mit ansässigen Vereinen und Verbänden wie dem NABU, der Seniorenarbeit, sowie dem Waldkindergarten werden wir ebenfalls anstreben, um auch generationenübergreifend Kontakte entstehen zu lassen. Mittlerweile wurden zahlreiche interessierte Mitstreiter gefunden, die in Arbeitsgruppen an Konzept, Finanzierung, Lehrkräfteakquise etc. arbeiten.

Hierfür ist jeder willkommen der Interesse hat das Projekt zu unterstützen.

Neele Schmidt

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