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CDU bedauert: „Verwaltung und Gruppe „Gemeinsam für Winsen“ verhindern Einbringung – Debatte um Grundschullandschaft in Fachausschüssen unerwünscht“

WINSEN/Aller. Was der Winser Politik bei der Forderung nach einem Gymnasium gelungen ist, scheint bei der Diskussion um die Gestaltung der Grundschullandschaft in Winsen unerwünscht zu sein. Beim Gymnasium für den Westkreis hat sich, auf Initiative der CDU Fraktion, Winsens Politik und die Verwaltung an einen Tisch gesetzt, sachlich miteinander gesprochen und schlussendlich an einem Strang gezogen.

„Die CDU Fraktion bedauert es außerordentlich, dass die GfW Gruppe unseren Antrag auf den Bau einer 2. Grundschule nicht in die Fachausschüsse eingebracht hat und sich somit der notwendigen Diskussion entzog. Genau diese intensive Diskussion ist unabdingbar, um für unsere Gemeinde die bestmögliche Lösung zu finden“, sagt Burkhard Hoppenstedt, Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat. CDU Fraktion steht zur Grundschule am Amtshof.

Die Grundschule am Amtshof ist sechszügig und platzt aus allen Nähten. In der Vergangenheit mussten Fachräume in Klassenräume umgewandelt werden und derzeit gibt es 2 mobile Klassenräume in Containerbauweise. Ein Fachraum sowie Lagerungsmöglichkeiten und ein improvisiertes Büro sind ebenfalls in Containern untergebracht. „Die CDU Fraktion ist stolz darauf, dass wir mit der Grundschule am Amtshof derzeit eine leistungsstarke und funktionierende Grundschule haben. Damit das auch so bleibt, halten wir aber an unserer Auffassung fest, dass ein Neubau eine echte Alternative zum Anbau sein kann“, so CDU Ratsfrau Wiltrud Schumann.

„Ein Anbau ist schneller umsetzbar und kostengünstiger als ein kompletter Neubau und bringt eine schnelle Entlastung“. „Hier hat die Mehrheitsgruppe Recht. Aber reicht ein Anbau mit 4 Klassenräumen für 2,3 Mio € aus, um den Platzbedarf der Grundschule zu decken? Mit Blick auf unsere wachsende Gemeinde und den damit verbundenen steigenden Schülerzahlen werden wir in Winsen aber sehr schnell vor einem weiteren Anbau stehen. Es ist davon auszugehen, dass die Entlastung nur von kurzfristiger Dauer sein wird. Wenn man hier nicht richtig anfasst, werden wir sehr schnell wieder vor denselben Problemen stehen, die wir derzeit vorfinden. Nach CDU-Auffassung ist ein Anbau, wie er in der vergangen Ratssitzung von der Verwaltung vorgetragen wurde, nicht zukunftsorientiert sondern der absehbare Weg in eine Sackgasse. Auch aus pädagogischer Sicht ist der Weg zur XXL Grundschule bedenklich. Überfüllung verursacht Stress der sich negativ auf das Lernen unserer Kinder auswirkt. Genau deswegen sollen Grundschulen im Normalfall nicht mehr als 4 zügig sein“, gibt Dr. Wolf Nitschke, Gymnasiallehrer aus Winsen zu Bedenken.

„Wer sich die bestehende Schule und den Schulhof einmal anschaut, wird dabei schnell feststellen, dass der Platz bereits jetzt kaum noch ausreichend ist. Man muss überlegen, ob man nicht an anderer Stelle investiert und dadurch langfristig und zukunftsorientiert den Dampf vom Kessel nimmt. Wenn wir jetzt nicht beginnen Winsen neu zu denken, werden wir zukünftig immer mehr Kinder auf immer engerem Raum zusammenpferchen. Ist das dann der bessere Weg für unsere Kinder? Schaffen wir so bestmögliche Lern- und Lehrbedingungen für Schüler und Lehrer?“ fragt sich Fraktionsmitglied Hagen Lindhorst.

„Die CDU Fraktion ist froh, dass die Verwaltung davon abgekommen ist, den Kindergarten in der Allerstraße der Grundschule zuzuschlagen und den Argumenten folgt, die Florian Hemme im Bürgermeisterwahlkampf vorgebracht hat. Hemme hat bereits 2018 gesagt, dass ein Grundschulanbau notwendig ist, man aber auch sachlich und ergebnisoffen über einen Neubau nachdenken muss. Für diese Aussage ist Florian Hemme damals vom Amtsinhaber scharf kritisiert worden. Vor diesem Hintergrund ist es schon merkwürdig, wenn die Sprecher der GfW Gruppe der CDU nun „die Rolle rückwärts“ vorhalten. Auf die weiteren verbalen Ergüsse der GfW Gruppe möchte ich nicht weiter eingehen. Die Nichteinbringung unseres Antrages müssen wir zur Kenntnis nehmen. Wir werden natürlich dennoch auch weiter Anträge und Überlegungen an Verwaltung und Rat herantragen und laden die Ratskollegen aller Parteien dazu ein, mit uns zukünftig nach den besten Lösungen für Winsen zu suchen, anstatt die Diskussion im Vorfeld zu unterdrücken“, so Hoppenstedt abschließend.

PR
Foto: Burkhard Hoppenstedt





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