Gedenken in Hustedt und wegweisende Beschlüsse der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes

HUSTEDT. Während ihrer Landesdelegiertenkonferenz gedachte die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der AntifaschistInnen (VVN/BdA) gemeinsam mit vielen Gästen des Bildungszentrum Hustedt der Opfer der Todesmärsche nach Bergen-Belsen.

Einer der letzten Todesmärsche im April 1945 führte vom KZ Kleinbodungen am Eichsfeld nach Bergen-Belsen. Häftlinge die den Strapazen nicht gewachsen waren, wurden von der begleitenden SS erschossen. Noch auf den letzten Kilometern wurden bei Hustedt nachweislich 8 Häftlinge ermordet. 2015 entstand auf dem Gelände des Bildungszentrums Hustedt ein Mahmal, dessen 8 Stehlen daran erinnern. Eine eindrucksvolle Tafel zeigt die näheren Umstände des Todesmarsches. Die Initiative für das Mahnmal ging vom Bildungszentrum Hustedt und der VVN/ BdA-Celle aus. Vor vielen Gästen des Bildungszentrum Hustedt erläuterte Horst Stehr von der VVN/BdA-Celle diese Geschichte. Zum Abschluß wurden rote Nelken niedergelegt und das Lied “Moorsoldaten” der Börgermoor-Häftlinge gemeinsam gesungen.

Die Landesdelgiertenkonferenz der VVN/BdA wählte einen neuen Landesvorstand, zu deren Sprechern auch der Celler Klaus Meier gehört, der hier vor allem als ACE-Vorsitzender bekannt ist.

In mehreren verabschiedeten Resolutionen wendet sich die VVN/BdA gegen den antisemitischen Anschlag in Halle und gegen den Überfall der Türkei auf die kurdisch selbstverwalteten Gebiete in Nord-Syrien. Breit diskutiertes Thema war auch das geplante NATO-Manöver “Defender 2020” vor der russischen Grenze. Diese Maßnahme erhöhe das Konfliktrisiko in Europa. Zudem steigen dadurch die vom Militär ausgehenden Umweltbelastungen. Lars Klingbeil und Henning Otte sowie alle niedersächsischen Bundestagsabgeordneten werden aufgefordert, die Bundesregierung davon zu überzeugen, diesem Manöver keine Truppenübungsplätze, Kasernen und Verkehrswege zur Verfügung zu stellen.

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