Ein Brasilianer mit deutschem Dialekt

HERMANNSBURG. Riograndenser Hunsrückisch: Jéferson Luís Schaeffer ist mit diesem deutschen Dialekt in Brasilien aufgewachsen. Eine gute Vorbereitung auf seinen Freiwilligendienst in Deutschland. Warum, erzählt er beim kommenden Mission aktuell-Abend des Ev.-luth. Missionswerks in Niedersachsen (ELM) am 29. Oktober um 19:00 Uhr im Hermannsburger Ludwig-Harms-Haus.

„Als Brasilianer fingen für mich die interkulturellen Erfahrungen schon zu Hause an, weil in meinem Land verschiedene Kulturen zusammenleben und sich in verschiedenen Sprachen unterhalten“, sagt Jéferson Schaeffer. Es sei schwierig, die Frage zu beantworten, was es für ihn bedeute, Brasilianer zu sein, denn was werde von jemandem erwartet, der mit dem Dialekt aus dem Hunsrück aufgewachsen ist, aber täglich das einheimische Getränk Chimarrão mit seinen Eltern getrunken habe?

Schaeffer kommt aus Marques de Souza im Bundesstaat Rio Grande do Sul, wo er bereits vier Jahre Geschichte auf Lehramt studiert hat. Er ist Mitglied der brasilianischen Partnerkirche des ELM, der Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien. Die Herkunft seiner Familie aus dem Hunsrück lässt sich bis ins Jahr 1822 verfolgen. In mehrfacher Hinsicht eine spannende, ihn prägende Geschichte von Auswanderung, Ankunft und Aufbau eines neuen Lebens in einem für seine Vorfahren fremden Land.

„Trotzdem, im Februar 2019 begann die größte interkulturelle Erfahrung meines Lebens“, so Jéferson Schaeffer. So ist er bis Februar 2020 Teil des ELM-Freiwilligenprogramms „Seitenwechsel“, das in diesem Jahr 14 junge Erwachsene aus den Partnerkirchen des ELM nach Deutschland in verschiedene Gemeinden und diakonische Einrichtungen gebracht hat. Welche Erfahrungen Jéferson dabei macht, davon wird er an diesem Abend erzählen.

Bitte lassen Sie durch Ihre Spende junge Erwachsene Grenzen überschreiten und interkulturelle Erfahrungen machen: ELM-Spendenkonto IBAN DE54 2575 0001 0000 9191 91; Stichwort: „Seitenwechsel Schaeffer“.

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