Oberstufe der IGS darf die anderen Schulen, Schüler und Eltern nicht benachteiligen

Oberstufe der IGS darf die anderen Schulen, Schüler und Eltern nicht benachteiligen

12. November 2019 Aus Von Celler Presse

CELLE. Die Kreistagsgruppe aus CDU, FDP, WG und UB hat zur Oberstufe an der IGS eine klare Haltung: Für 59 Schülerinnen und Schüler kann eine attraktive Oberstufe schwerlich gestaltet werden. Eine wünschenswerte Kursvielfalt werde man nur schwer erreichen können. Der Wunsch der Eltern auf Einrichtung einer IGS Oberstufe war für die Gruppe mit dem Ziel verbunden, eine Zusammenarbeit auf Kursebene mit einem der vier Celler Gymnasien zu erreichen.

Für die Gruppe wäre das Gymnasium Ernestinum der natürliche Partner gewesen. Stand heute: Es ist kein Gymnasium bereit, auf Kursebene mit der IGS zusammenzuarbeiten. Das Kaiserin-Auguste-Viktoria-Gymnasium will die IGS-Schulleitung bei der Einrichtung der Oberstufe unterstützen, aber auch keine Zusammenarbeit auf Kursebene.Damit ist nach Ernestinum, Hermann-Billung-Gymnasium und KAV die letzte Chance im Bereich einer Zusammenarbeit mit einem Gymnasium vergeben. Dies mache für die Mehrheitsgruppe eine Neubewertung notwendig. Innerhalb der Gruppe gibt es dabei keine einheitliche Diskussion, dies auch weil mit einer Entscheidung pro IGS-Oberstufe auch eine Veränderung der Struktur der Oberstufen einhergehen wird. „Die Einführung der Oberstufe an der IGS wird unweigerlich einen Wettbewerb mit den Gymnasien und Berufsschulen auslösen“, befürchten Schulausschussvorsitzende Sabine Rudnick und Hans-Georg Ratsch-Heitmann, beide CDU. Für die einen führe der Wettbewerb zu einer Aufwertung der Schullandschaft und für die anderen zum Untergang mindestens eines Gymnasiums oder der Schwächung der berufsschulischen Gymnasien

Daher ist die Entscheidung für oder gegen eine IGS-Oberstufe für die Mehrheitsgruppe keine Einfache. Es gilt abzuwägen. „Die zahllosen Nachrichten von Eltern in den vergangenen Tagen waren dabei nicht hilfreich“, so FDP Fraktionsvorsitzende Jutta Krumbach und ihr Kollege von der CDU Torsten Harms, “viele Kreistagsabgeordnete sehen sich unter Druck gesetzt. Das hat das Gespräch miteinander erschwert. Dies auch, weil es bei der Entscheidung eben nicht nur um die Eltern der IGS geht, die mit ihren Nachrichten den Druck auf die Kreistagspolitik erhöhen wollen, sondern gerade auch um die Eltern der vier Celler Gymnasien und Berufsschulen. Nimmt die Zahl der Schüler dort ab, bedeutet das möglicherweise ein schlechteres Angebot!“ Die Gruppe wird in der Frage Oberstufe im Kreistag nicht einheitlich abstimmen. In einer lebendigen und diskussionsfreudigen Mehrheitsgruppe sei dies ein Zeichen für gelebte Demokratie. Daher sei mit einer möglichen Einrichtung einer Oberstufe an der IGS kein Sieg der Befürworter und Eltern verbunden, sondern vielmehr die Verpflichtung von Lehrern, Eltern und Schülern auch diejenigen zu überzeugen, die nicht dafür sein konnten.

„Ich spreche mich für eine Vielfalt der Celler Schullandschaft aus und gehe davon aus das die IGS Überzeugen kann“, meint Ulrich Kaiser (WG). Die Überzeugung gelinge aber nur, wenn die IGS eine vielfältige Oberstufe im Reigen der Gymnasien und Berufsgymnasien in der Stadt Celle schaffe und gleichzeitig keinen Verdrängungswettbewerb auslöse. Das bedeute auch, dass die IGS ihren Anteil an der Integration annehmen muss. Aus Sicht der Gruppe haben die Oberschulen Wathlingen, Bergen und Flotwedel mit ihren gymnasialen Zweigen eine Wohnortmöglichkeit geschaffen, gymnasiale Bildung zu vermitteln. Auch deren Arbeit im Einzugsbereich der IGS dürfe in der Zukunft nicht unter der möglichen Einrichtung der IGS-Oberstufe leiden.

Um dies erreichen zu können, werden am Standort Burgstraße auch neue Räumlichkeiten benötigt, auch dies müsse die Kreispolitik im Blick haben. „Des Weiteren solle keine weitere IGS im Landkreis errichtet werden. „Wir wollen in der Standortdiskussion offenbleiben, aber ein Gymnasium im Westkreis errichten“, erläutert Dr. Albrecht Hoppenstedt (WG) im Hinblick auf die Standortalternativen Hambühren, Oldau und Winsen (Aller). Charles Sievers (FDP) ergänzt, dass gerade das gymnasiale Angebot im Westkreis für ihn Priorität habe und nicht die nächste Oberstufe in der Stadt Celle.

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