Anzeige

Inspekteur des Deutschen Heeres besucht Ausbildungszentrum Munster – Neukonzeption der Offiziersausbildung im Fokus des Besuchs

MUNSTER. Der Kommandeur des Ausbildungszentrums Munster, Brigadegeneral Ullrich Spannuth, konnte jetzt den Inspekteur des Deutschen Heeres, Generalleutnant Alfons Mais, zu einem eintägigen Dienstaufsichtsbesuch in Munster willkommen heißen. General Mais wollte sich über die Umsetzung der Neukonzeption der Offiziersausbildung im Deutschen Heer informieren.

Nach der Auflösung der Offiziersanwärterbataillone zum Ende des Jahres 2020, hatte es sich der Inspekteur des Heeres nicht nehmen lassen, die Durchführung der ersten Fahnenjunkerlehrgänge in Munster in Augenschein zu nehmen. „Es geht darum, die angehenden Offiziere vor ihrem Studium und dem Besuch der Offiziersschule in Dresden mit ihrer jeweiligen Truppengattung vertraut zu machen. Es ist wichtig, dass der Nachwuchs dort die ersten Erfahrungen sammelt und geprägt wird“, unterstrich General Mais zum Eingang des Besuchs.

Schießausbildung der Panzergrenadiere

(Bild: ‚Besuch Insp Heer_Schießausbildung.jpg‘

Nach der Begrüßung und einem kurzen Meinungsaustausch zwischen den Generalen ging es auf den Truppenübungsplatz Munster, wo sich General Mais ein Bild von der Schießausbildung der I. Inspektion verschaffte, in der die Fahnenjunker (FhJ) der Panzergrenadiere an der Panzerfaust 3, dem Maschinengewehr 3, der Pistole P8 und dem Sturmgewehr G36 zum Schießausbilder in Landoperationen ausgebildet werden. Die intensive Ausbildung an den Handfeuerwaffen sowie die Ausbildung zum Ausbilder wurden dann durch Major Melissa Muth, Leiterin des Hörsaals 15, vorgestellt. Eine anschließende Gesprächsrunde mit einigen Soldaten rundete das Bild ab. „Neben unseren deutschen Soldatinnen und Soldaten haben wir auch drei Angehörige aus Thailand, Saudi Arabien und dem Senegal bei uns, die zwar so ihre Probleme mit den niedrigen Temperaturen haben, ansonsten aber voll integriert sind“, freute sich Major Muth.

Begleitung des Heeresaufklärer

(Bild: ‚Besuch Insp Heer_Marsch.jpg‘

Am späteren Vormittag ging es dann zum Fahnenjunkerlehrgang (FhjLg) der Heeresaufklärungstruppe, wo der Leiter des Ausbildungsbereichs und General der Heeresaufklärungstruppe, Oberst Ralph Malzahn, kurz in die Ausbildungssystematik einwies. Im Mittelpunkt der Ausbildung steht die Führung eines Spähtrupps zu Fuß. Hörsaalleiter Oberleutnant Janniss Krucher erläuterte  die grundsätzlichen Inhalte der Ausbildung , bevor der Inspekteur des Heeres zusammen mit der Ausbilderin,  Hauptfeldwebel Anja Meinecke,  den gefechtsmäßigen Marsch eines Spähtrupps zu Fuß persönlich begleitete. Das gemeinsame Mittagessen verbunden mit persönlichen Gesprächen mit den Soldatinnen und Soldaten rundete den Besuch bei den Aufklärern ab.

Kampfpanzer Leopard und SIRA

Anschließend wurde dem Inspekteur die Erstausbildung der Fahnenjunker der Panzertruppen vorgestellt, bei der Marsch, Beziehen von Räumen  und Sicherung im Vordergrund stand. Ausbilder Oberfähnrich Christian Busch betonte, dass am Tag zuvor zunächst das Gelände zu Fuß erkundete wurde, bevor die angehenden Offiziere selbst mit dem Kampfpanzer Leopard auf dem Kommandantenplatz ins Feld fuhren. Ein beeindruckendes Erlebnis für die Lehrgangsteilnehmer. „Genau das wollen wir hier auch erreichen“, unterstrich der Kommandeur AusbZM, Brigadegeneral Spannuth. „Mit Begeisterung Führen und das in der eigenen Truppengattung, das wollen wir hier vermitteln.“ 

Nach der Rückkehr zum Ausbildungszentrum besuchte Generalleutnant Mais den Kommandeurlehrgang Panzertruppen, der sich in seiner Abschlussübung am Zentrum für Simulationsgestützte Rahmenübungen (SIRA) befand. .

„Ich möchte bei meinem Besuch hier in Munster und in den Gesprächen mit den Soldatinnen und Soldaten spüren, ob wir mit der Umstellung von der zentralisierten Ausbildung zur dezentralisierten Ausbildung in den Truppengattungen auf dem richtigen Weg sind und wo wir gegebenenfalls nachjustieren müssen. Wir haben hier die Chance, unseren Nachwuchs selber wieder auszubilden, zu prägen und ihnen zu erklären, was es heißt Panzergrenadier, Aufklärer und Panzersoldat zu sein“, so Mais, der resümierend unterstrich, dass er hier „total“ motivierte Lehrangsteilnehmer und Ausbilder erlebt habe.

Paul Hicks
Fotos: Oberstabsgefreiter Michel Baldus





Informationen zum Artikel:
Texte und Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Ist dieser namentlich in dem Beitrag nicht explizit erwähnt, so kann dieser bei der Redaktion angefragt werden. Bildrechte werden, wenn bekannt, gesondert aufgeführt. Allgemeinbilder zur Untermalung stammen in der Regel von: Celler-Presse.de oder Pixabay.com. Bitte beachten Sie, dass die Nutzung dieser Seite kostenfrei ist. Daher blenden wir Werbung ein und auch Serviceartikel können externe Verlinkungen enthalten. Sie erkennen Sie an der Kategorie "Service".



Anzeige


Anzeige