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Elektromobilität: Ladeinfrastruktur in Norddeutschland wächst weiter

HAMBURG. Der BDEW hat den aktuellen Stand des Ausbaus der öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur auf Basis des BDEW-Ladesäulenregisters ausgewertet. Der positive Trend eines beschleunigten Ausbaus hat sich in vielen Regionen trotz der Einschränkungen der Corona-Pandemie weiter fortgesetzt: In Norddeutschland stehen mit Stand von Ende Mai 2021 7.283 öffentlich zugängliche Ladepunkte zur Verfügung, über 1.500 Ladepunkte mehr als noch vor einem halben Jahr. Bei der letzten Auswertung mit Stand von Ende Oktober 2020 waren es noch 5.744 Ladepunkte.

Damit beträgt der Zuwachs mehr als ein Viertel innerhalb der letzten 6 Monate.Den erschwerten Bedingungen durch die Corona-Pandemie zum Trotz ist die öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur weiter stark gewachsen. Die Hälfte der Ladepunkte in Norddeutschland entfällt mit Stand von Ende Mai 2021 dabei auf das Land Niedersachsen (4.079 Ladepunkte), das sich damit im bundesweiten Ranking der Bundesländer hinter Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen weiterhin auf Platz 4 behaupten kann. Schleswig-Holstein bietet den Fahrerinnen und Fahrern von E-Fahrzeugen aktuell 1.349 Ladepunkte an, Mecklenburg-Vorpommern kommt auf 358 Ladepunkte.

Im Ranking der Metropolen (mehr als 500.000 Einwohner) ist Hamburg mit insgesamt 1.214 Ladepunkten nach Berlin und München für Norddeutschland weiterhin ganz vorne mit dabei. Bremen verfügt über 283 öffentlich zugängliche Ladepunkte. Setzt man die Anzahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte ins Verhältnis zur Einwohnerzahl führt im Länderranking sogar Hamburg mit fast 66 Ladepunkten / 100.000 Einwohner vor Bayern und Baden-Württemberg (jeweils ca. 64). Niedersachsen ist in diesem Vergleich Vierter (51) und Schleswig-Holstein Sechster (46).

„Die Energiewirtschaft, die einen Großteil der öffentlich zugänglichen Ladepunkte bereitstellt, setzt mit Blick auf die weiterhin positive Entwicklung der Zahlen auch im schwierigen Corona-Jahr ein klares Zeichen“, so Dr. Torsten Birkholz, Geschäftsführer der BDEW-Landesgruppe Norddeutschland.
„Mit dem in den letzten Jahren deutlichen Zubau an Ladeinfrastruktur haben die Unternehmen der Energiewirtschaft die Elektromobilität gemeinsam mit weiteren Akteuren aus der Nische herausgeführt.“

Mit den in den letzten Monaten auf Bundesebene wie in den Ländern auf den Weg gebrachten Förderprogrammen seien wichtige Impulse für den Markthochlauf bei den E-Autos als auch bei der Ladeinfrastruktur gesetzt worden. „Für eine gleichermaßen schnelle wie langfristige Weiterentwicklung von Markt und Infrastruktur werden wir aber noch einige rechtliche und technische Herausforderungen meistern müssen, z.B. bei der Frage einer bestmöglichen Netzintegration der Elektromobilität. Daher ist es sehr bedauerlich, dass das sogenannte „Steuerbare-Verbrauchseinrichtungen-Gesetz“ nach mehr als zwei Jahren intensiver Vorbereitung mit allen Beteiligten von der Bundesregierung nicht umgesetzt worden ist. Mit dem Gesetz sollte ein verlässlicher und ausgewogener Rahmen geschaffen werden, um Ladeeinrichtungen und Elektrofahrzeuge schnell ans Netz zu bringen und gleichzeitig die technischen Herausforderungen bei der Integration ins Stromnetz zu berücksichtigen“, so Dr. Torsten Birkholz abschließend.

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