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Rücktritt nach Afghanistan-Desaster?

CELLE/UELZEN. Der Bundestagskandidat von Bündnis 90/Die Grünen für den Wahlkreis Celle-Uelzen ist über die Äußerungen des Bundestagsabgeordneten und verteidigungspolitischen Sprechers der CDU, Henning Otte, zur Lage in Afghanistan entsetzt. „Mehr Verharmlosung und Verschleierung gemachter Fehler geht nicht. Noch im Juni haben CDU und SPD die sofortige Evakuierung der Ortskräfte verweigert. Das war für mich die parlamentarische Art von unterlassener Hilfeleistung. Nicht mehr und nicht weniger.“

Jordan weist auch darauf hin, dass man den Bundeswehrsoldatinnen und Soldaten, die in Afghanistan im Einsatz waren, keinen Gefallen tue, wenn das Desaster des Einsatzes in Afghanistan jetzt kleingeredet werde. „Fehler deutlich benennen und Konsequenzen für die Zukunft ziehen. Das wäre das mindeste, was man von einem verteidigungspolitischen Sprecher erwarten muss“, führt Jordan weiter aus. Die Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer schließe einen Rücktritt nicht aus. Einen solchen Schritt sollte der fachpolitisch verantwortliche Bundestagsabgeordnete der CDU auch nicht ausschließen.

„Jetzt muss alles getan werden, um bedrohte Menschen aus Afghanistan rauszuholen. Es braucht ein Bundesaufnahmeprogramm und gesicherte Fluchtwege“, so Jordan.

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