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Prototyp erweitert Fahrzeugpark der Werkfeuerwehr Rheinmetall – Erstes, geschütztes, vierachsiges Großtanklöschfahrzeug in Dienst gestellt

UNTERLÜß. Kürzlich konnte der Leiter der Werkfeuerwehr Rheinmetall Thomas Schlicht den Gemeindebrandmeister Henning Sander und den Fachberater Presse & Öffentlichkeitsarbeit der Gemeindefeuerwehr Südheide Daniel Schulz bei der Werkfeuerwehr Rheinmetall willkommen heißen. Grund dieses Besuches war ein nicht alltäglicher. Es stand die Besichtigung und Vorstellung des kürzlich in Dienst gestellten neuen, geschützten, Großtanklöschfahrzeuges (GTLF) auf dem Plan. Sichtlich stolz präsentierte Schlicht den von der Rheinmetall Waffe Munition eigens konstruierten und aufgebauten Prototypen. Dieses außergewöhnliche und einzigartige Fahrzeug, bietet durch seine spezielle Konzeption maximale Insassensicherheit.

Das Fahrzeug basiert auf einem Fahrgestell der MAN-Familie SX 45-32-440 mit Kabinenschutz, hat eine Leistung von 440 PS und ein zulässiges Gesamtgewicht von 58.000 kg.

Das Fahrzeug mit einer Besatzung von zwei Einsatzkräften bietet volle Geländegängigkeit, verfügt über einen Löschwassertank von 10.000l, funkferngesteuerte Pumpentechnik, einer portablen Feuerlöschkreiselpumpe, Sprechfunk und einen Frontwerfer mit 50m Wurfweite sowie eine Selbstschutzanlage. Lackiert wurde es in einer eigens entwickelten Tarnlackierung.

Dieses Fahrzeug bietet den Einsatzkräften bei gefährlichen Löscheinsätzen zusätzlichen ballistischen Schutz und muss bei einer unbekannten Gefährdung nicht mehr verlassen werden. Genau solche Brandeinsätze mit unbekanntem Gefährdungspotenzial werden der Einsatzschwerpunkt dieses neu entwickelten Fahrzeug sein, so Schlicht.

Des Weiteren kann der neue Prototyp auch, auf Anforderung des Gemeindebrandmeister, in der Gemeinde Südheide zum Einsatz kommen. Hier insbesondere im ca. 5km entfernten Waldgebiet an der Bahnstrecke Richtung Eschede. Die Böden des ehemaligen Marinesperrzeugamtes sind hier durch den 2.Weltkrieg stark munitionsbelastet und bergen ein Gefahrenpotenzial für die Einsatzkräfte. 

Im Anschluss an die beeindruckende Präsentation des Fahrzeuges, stellte Thomas Schlicht noch kurz die Werkfeuerwehr Rheinmetall vor. Die Feuerwehr hat zurzeit 47 Mitglieder, wobei 5 hauptberuflich ihren Dienst versehen. Die Gliederung und Ausrüstung ist vergleichbar mit der einer freiwilligen Schwerpunktfeuerwehr. Die Kräfte der Werkfeuerwehr werden im Jahr zu rund 350 Einsätzen jeglicher Art alarmiert. Hinzu kommen noch ca. 100 Brandwachen und rund 20 Rettungsdiensteinsätze. Hierzu stehen den Kräften zurzeit 6 Fahrzeuge zur Verfügung. Hinzu kommen noch eine Anhängeleiter und ein Wasserwerfer- Anhänger.

Daniel Schulz
Fotos: Daniel Schulz






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