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LINKE: Statt Ausstiegsprämie für einzelne Landwirte Ausstieg aus der Massentierhaltung organisieren!

NIEDERSACHSEN. „Durch Massentierhaltung, die auch noch subventioniert wird, werden Menschen ausgebeutet, Tierleid in unvorstellbarem Ausmaß hingenommen sowie kleine Betriebe in einen ruinösen Wettbewerb getrieben. Die schlagen Alarm und machen zurecht auf das katastrophale System aufmerksam, das zusätzlich die Umwelt schädigt. Mit ihrer Prämie will Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast (CDU) sich scheinbar Ruhe erkaufen, verkennt aber die zugrundeliegenden Probleme. Schlimmer noch, das System scheint ihr zu schmecken“, kommentiert Lars Leopold, Landesvorsitzender der niedersächsischen LINKEN, die jüngsten Äußerungen der Ministerin in der Debatte um Ausstiegsprämien für Landwirte, die die Schweinezucht aufgeben.

Leopold weiter: „Eine Ausstiegsprämie hilft in Sachen Tierschutz kein Stück weiter, solange in der Schweinemast weiter am System der Megaställe mit tausenden Tieren und viel zu wenig Platz festgehalten wird. Und nichts anderes macht die Landwirtschaftsministerin, wenn sie öffentlich über Feiern, bei denen ‚wir Massen an Fleisch auf großen Veranstaltungen essen‘ sollen, sinniert. Frau Otte-Kinast sollte endlich aktiv werden und die vorhandenen Ställe endlich fit für die Zukunft machen. Denn die bisherigen industriellen Haltungsformen produzieren nicht nur Tierleid, sie sind auch umwelt- und klimaschädlich. Deshalb ist der wichtigste Schritt für mehr Tierschutz ein Ausstieg aus der tierquälerischen Massentierhaltung hin zu einer flächengebundenen, artgerechten Tierhaltung. Dieser Umbau ist längst überfällig, sowohl im Interesse der landwirtschaftlichen Betriebe, ihrer Tiere und unser aller Umwelt. Damit Geldfragen nicht die dringend notwendige Umstellung in der Tierhaltung ausbremsen und den Bäuerinnen und Bauern die hierfür benötigte Unterstützung verwehren, müssen zur Finanzierung eines verlässlichen und sozial gerecht gestalteten Umbaus der Tierhaltung zuallererst die Konzerne in der Lebensmittelkette herangezogen werden, die vom bisher falschen System profitiert haben. Nur so kann der Umstieg auf eine flächengebundene, artgerechte Tierhaltung, die in den Kreislauf der landwirtschaftlichen Betriebe eingebunden ist, gelingen.“

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