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CD-Kaserne sucht Verstärkung für das Projektteam „Ich bin stark! 2.0“

Dez 9, 2021 ,

CELLE. Das Musik- und Kunst-Präventionsprogramm der CD-Kaserne für Grundschulen in Stadt und Landkreis Celle soll verstärkt werden. „Ich bin stark! 2.0“ ist ein Kultur-, Sprach- und Präventionsprojekt für bis zu 800 Kinder aus der Region Celle. Das Programm ist ein im Rahmen des Aktionsprogramms „Startklar in die Zukunft“ geschaffenes Nachfolgeprogramm des musikpädagogischen Programms „Ich bin stark!“, das von 2001 bis 2018 sehr erfolgreich durch die CD-Kaserne gGmbH entwickelt und durchgeführt wurde.

 Kinder zwischen 8-12 Jahren schreiben Texte und Gedichte zu identitätsbildenden und ich-stärkenden  Themen.  Die  Texte  werden  vertont  oder  auf  bestehende  Melodien  getextet.  Im  Anschluss  daran werden  die  daraus  entstandenen  Lieder  eingeübt.  Dieser  Arbeitsprozess  geschieht  schulisch  und außerschulisch.  Nach  dem  Einüben  werden  die  Lieder  in  einem  professionellen  Tonstudio aufgenommen. Parallel wird ein landkreisweiter Malwettbewerb durchgeführt für die Gestaltung von CD-Covern und Booklet. Gemeinsam planen Kinder, Eltern und Schulen ein großes außerschulisches Open-Air-Abschlussfest für 1.000 Gäste. Die Kinder choreografieren ihre Lieder und präsentieren diese auf der Bühne. Die fertiggestellte CD wird den teilnehmenden Kindern überreicht. Zusätzlich gibt es eine Ausstellung im öffentlichen Raum /Stadt Celle, Fußgängerzone) mit Schaufensterinstallationen, in denen  Bilder,  Lieder  und  Gedichte,  von  Kindern  vorgetragen  gezeigt  werden.  Der  Projektzeitraum erstreckt sich von Januar 2022 bis August 2022.  

Die ausgeschriebenen Projektstellen beziehen sich auf die Begleitung der Arbeit in den Schulen. Neben einem Liedbeitrag haben die Schulen nun auch erstmals die Möglichkeit beispielsweise Gedichte, Hörspiele o.Ä. beizusteuern. Die Tätigkeit findet in Celle in Präsenz statt.

Hier gibt es die Details zu den Tätigkeiten und Anforderungen:  

„Wir suchen für den Projektzeitraum Februar – Juli 2022:  

Angehende/n Musikpädagog:in mit Kenntnissen im Bereich Singen mit Kindern, im Idealfall mit Begleitinstrument Gitarre. Sowie Wortakrobat:in oder Rapper:in mit Begeisterung für Projektarbeit und der Arbeit mit Kindern im Alter zwischen 8-12 Jahren.  

Erfahrung in Projektarbeitsstrukturen sind wünschenswert. 

Insgesamt sind ca. 250 Stunden Projekttätigkeit im Rahmen eines Werk- oder Honorarvertrages für alle drei Bereiche zu vergeben. Die Tätigkeit beinhaltet die aktive und selbstständige Arbeit im Rahmen des Projekts an verschiedenen Celler Grundschulen.

Du hast Interesse und möchtest dich bewerben? Dann sende uns gern eine E-Mail. Wichtig sind uns die Informationen & Qualifikationen, die dich auf die Ausschreibung aufmerksam gemacht haben. Warum sagt deine innere Stimme grad: Ich glaube, das ist ein Projekt, zu dem ich etwas beisteuern kann? Gern kannst du uns natürlich auch einen Lebenslauf beifügen. 

Wir freuen uns auf den Austausch mit dir. 
E-Mail bitte an Steffi aus dem Team der CD-Kaserne:
s.fritzsche@cd-kaserne.de. 
Du hast Fragen? Dann ruf uns gern an: 05141-97729-0. 

Wir freuen uns auf Dich in unserem Projektteam! 

Ausführliche Projektbeschreibung:  

Ich bin stark! 2.0. 

Das Projekt „Ich bin stark! 2.0.“ ist ein Konzept, das ein erprobtes künstlerisches Präventionsprojekt für  Kinder  der  CD-Kaserne  mit  neuen  Ansätzen  und  Formaten  kombiniert,  sodass  ein  ganz  neues künstlerisches  Präventionsprojekt  entsteht.  Hierbei  wird  die  gesamte  Lebenswelt  der  Kinder  mit einbezogen,  sodass  das  Projekt  als  Kooperationsprojekt  in  den  Grundschulen,  außerschulisch,  im Elternhaus und im öffentlichen Raum stattfinden. Das Projekt basiert auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen im Bereich der Prävention, der Anti- Gewalt- und Extremismus-Prävention, der Musikpädagogik und Musikpsychologie, der Soziologie (hier insbesondere Gruppenentwicklungsprozesse).

 Die neuen Ansätze sind wie folgt: 

In den vergangenen 5 Jahren hat die Hirnforschung und die Präventionsforschung noch eindeutiger bewiesen,  welche  soziologischen,  psychologischen  und  körperlichen  Prozesse  beim  gemeinsamen Singen und gemeinsamer künstlerischer Betätigung in Gang gesetzt werden. Dies führt dazu, dass sich alle  künstlerischen  Betätigungen  noch  intensiver  mit  den  Wechselwirklungen  Gehirn-Körper (Embodyment), Utilisation von Auswirkungen auf sozialer (Gruppe) und individueller Ebene der Kinder auseinandersetzen  müssen.  Musik  hat  stärkere  Wirkung,  insbesondere  in  Wechselwirkung  mit anderen Kunstformen, als bislang festgestellt. Dies hat wiederum zur Folge, dass „Ich bin stark!“ 2.0. ganzheitlicher betrachtet wird im Sinne der einbezogenen  Kunstgattungen.  Neu  dazu  kommen  die  Bereiche  Hörspiel  und  Gedichte,  sowie  die künstlerische  Auseinandersetzung  mit  dem  Thema  über  Symbolarbeit  (analoge  Verfahren  aus  der Organisationsentwicklung) und Stellvertreter (Aufstellungsarbeit mit Metaphern, Figuren etc.). Neu  ist  auch,  dass  es  eine  Ausstellung  an  öffentlichen  Orten  gibt,  die  die  Stadt-  und Landkreisgesellschaft  mit  den  künstlerischen  Werken  der  Kinder  in  direkte  Verbindung  bringt  und zudem  die  Bedürfnisse  der  Kinder  im  den  Aufmerksamkeitsfokus  rückt.  Auf  diese  Weise  wird  das Projekt systemisch betrachtet, auf vielen Ebenen der Gesellschaft Resonanzen hervorrufen. Auch neu ist der Einbezug (semi)-professioneller bildender Künstler:innen aus der Region in das Projekt für den Bereich Malen (Malwettbewerb, Bilder-Ausstellung).

Musikpädagogik

Das gemeinsame Singen ist entwicklungsfördernd. Schulisch (im Klassenverband) und außerschulisch werden musikpädagogisch durch Projektfachkräfte unterstützt, Lieder geschrieben (getextet und komponiert). Dies passiert in Zusammenschluss der Fächer Deutsch und Musik sowie Werte und Normen bzw. Religion. Außerschulisch wird dieses Projekt durch gezielte Förderung von Familien durch Projektmitarbeiter*innen unterstützt. Beispiel: Eine Elternband bildet sich, die die Klasse musikalisch begleitet und im Veranstaltungszentrum CD-Kaserne probt. 

Sprache 

Unterstützt durch Wortakrobat:in gibt es Fortbildungen für Lehrer*innen sowie direkte
Unterstützung von schulischen und außerschulischen Gruppen bei der Texterarbeitung. Teilweise werden nicht nur Lieder geschrieben, sondern auch Gedichte. 

 Kunst

Im Rahmen eines Malwettbewerbes kooperiert die CD-Kaserne gGmbH mit einem örtlichen Kunstverein (z.B. Atelier 22), der den außerschulischen Malwettbewerb begleitet und die daraus resultierende Ausstellung kuratiert. An dem Malwettbewerb können alle Kinder zwischen 8-12 Jahren teilnehmen. (Im Vorgängerprojekt wurden bis zu 700 Bilder eingesandt.) 

 Prävention 

Zwei mit dem Landespräventionsrat intensiv kooperierende Präventionsreferent:innen der CD-Kaserne begleiten das Projekt und achten auf eine zieldienliche Präventionstiefe. 

 Technik

Die CD-Kaserne verfügt über ein eigenes TV- und Musikstudio mit allen Möglichkeiten der Audio- und Videobearbeitung. Alle Tonaufnahmen für die CD finden durch die hauseigene veranstaltungstechnische Abteilung sowie Honorarkräfte statt, ebenso wie die Video-Aufnahmen für die Installationen. 

 Das Abschlussfest

findet im Innenhof der CD-Kaserne auf der eigenen großen Open Air Bühne statt. Die Organisation übernimmt die Abteilung Veranstaltungsplanung der CD-Kaserne, die das Berufsbild Veranstaltungskaufleute ausbildet. 

Die Ausstellung im öffentlichen Raum 

soll bis zu 4 Installationen in verschiedenen Schaufenstern in der Innenstadt zeigen und an Flächen die Bilder des Malwettbewerbes. 

 Projektziele  

Die CD-Kaserne gGmbH will mit „Ich bin stark! 2.0.“ 
• Einen Beitrag zur kulturellen Bildung für die Altersgruppe der 8 bis 12-Jährigen liefern.
• Die Schlüsselqualifikationen der Teilnehmer:innen fördern (Sozialkompetenz,       Methodenkompetenz (insb. Kreativität und Rhetorik), Individualkompetenz, Handlungs- und  Medienkompetenz). 
• Die Gemeinschaft in den Gruppen und Klassen fördern.
• Die Verankerung der musikalischen Bildung und die Motivation zum aktiven Musizieren und   Singen fördern. 
• Den Stellenwert von Musik im Unterricht, innerhalb der Gruppen, in der Familie und in der   Gesellschaft nachhaltig fördern.
• Einen Beitrag zur interdisziplinären Arbeit in der Grundschule und bei freien Trägern liefern.
• Kindern neue Lebenswelten und Erfahrungsbereiche ermöglichen bzw. zugänglich machen.“

PR






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