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„Wir wollen Frieden und keinen Krieg!“ – Osteraktion in Unterlüß war ein Erfolg

UNTERLÜß. Über 100 Personen nahmen an der Friedensandacht, am Friedensmarsch und an der Abschlusskundgebung vor Rheinmetall teil. Bei sonnigem Osterwetter mit strahlend blauem Himmel fand am Ostersamstag eine von der Friedensaktion Südheide organisierte Friedensveranstaltung in Unterlüß statt. Diese Veranstaltung wurde von einem Zusammenschluss von Einzelpersonen und Gruppen mit bildungspolitischem, gewerkschaftlichem und kirchlichem Hintergrund getragen und organisiert.

Durch den aktuellen Krieg in der Ukraine fand diese Veranstaltung im Ort eines großen deutschen Rüstungskonzerns – der Fa. Rheinmetall – eine besondere mediale und öffentliche Beachtung. Um 11 Uhr begann im Unterlüßer Bürgerpark die Veranstaltung mit einem Friedensgottesdienst mit Vertreterinnen und Vertretern der Ev.-luth. Landeskirche Hannover und von pax christi. Dann folgte ein Friedensmarsch durch den Ort und die Veranstaltung endete vor dem Werkstor der Fa. Rheinmetall. An diesen drei Veranstaltungselementen nahmen unterschiedliche Menschen teil, insgesamt waren über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an diesem Tag in Unterlüß für den Frieden friedlich unterwegs.

Es ist das dritte Mal seit 2020, dass die Friedensaktion Südheide zu Ostern versucht hat, eine öffentliche Oster- und Friedensaktion zu organisieren und durchzuführen. 2020/21 gab es CORONA bedingt jeweils keine große Veranstaltung. Dieses Jahr ist es anders. Die Veranstalter, die sich in der Tradition und als Teil der bundesweiten Ostermärsche bewegen und als Teil der weltweiten Friedensbewegung verstehen, sind sehr zufrieden mit der Resonanz und dem Ablauf der Veranstaltung am 16. April. Hans-Dietrich Springhorn: „Wir begrüßen, dass sich gerade die Kirchen verstärkt der Frage stellen: Kann Krieg eine Lösung sein? Viele Menschen, auch in unseren Dörfern in der Südheide haben erkannt: Wer für den Frieden ist, der muss sich bewegen!“

Der Friedensgottesdienst im Bürgerpark wurde gehalten von Pastor Michael Thiel, Direktor der ELM aus Hermannsburg, Hannah Rose, Friedensreferentin der ELM, Veronika Hüning, pax christi und Felix Paul, Friedensreferent im „Haus kirchlicher Dienste“ in der Landeskirche Hannovers. Die wesentliche Aussage lautete: „Wir verurteilen den russischen Angriffskrieg! Als Kirche auf dem Weg des gerechten Friedens müssen zivile Lösungen immer die oberste Priorität haben. Mehr Waffen sind keine Lösung.“

An einer Station auf dem Friedensmarsch sprach Matthias Gerhard aus Celle (u. a aktiv im bundesweiten Bündnis Rheinmetall entwaffnen) zum Thema weltweite Waffenexporte und der besonderen Rolle von Rheinmetall. Er kündigte für dieses Jahr ein Antikriegscamp vom 30. 8. bis zum 4.9. in Kassel an und lud zur Teilnahme ein.

Auf der Abschlusskundgebung vor Rheinmetall ging Jochen Neumann (KURVE Wustrow) auf das Thema „Soziale Verteidigung als wirksame Alternative zum Militär“ ein. Er nannte einige Beispiele, auch aus der deutschen Geschichte, in der u. a. durch große Streiks und zivile Verweigerung eine militärische Auseinandersetzung (Kapp-Putsch und Besetzung des Ruhrgebietes) aufgelöst wurde.Bei Charly (HD) Braun (DGB + verdi Funktionär im Heidekreis) ging es um Konversion der Rüstungsproduktion und die große europaweit einmalige militärischen Präsens in der ganzen Lüneburger Heide – eigentlich, wie er sagte eine schöne und friedliche Naturlandschaft.

Holger Griebner aus Hamburg (von der Volksinitiative gegen Rüstungsexporte über den Hamburger Hafen und vom verdi AK Frieden) sprach u. a. zur Entstehung des mitgebrachten Kunstwerkes „Raketenmobil“ und den breiten Friedensaktivitäten in Hamburg. Er warnte vor eine Auseinandersetzung der Atommächte USA und Russland an der östlichen NATO Grenze, denn „Der Gegenschlag trifft uns hier!“. Griebner erinnerte an einen Song von Geier Sturzflug aus den 80zigern „Besuchen sie Europe so lange es noch steht!“

HDSp
Fotos: Hans-Dietrich Springhorn

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