Sonntag, 12. Juli 2026

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Demo vorm NPD-Hof in Eschede gegen rechtsextremes Erntefest

Am Samstag, dem 24. September 2022, findet wieder in Eschede eine Demo statt. Anlass ist das sogenannte Reichserntefest. Immer am letzten Samstag im September „feiern“ es Rechtsextreme auf dem NPD-Hof in Eschede.

Der Demonstrationszug beginnt um 14.00 Uhr am Bahnhof in Eschede. Er führt zuerst zur Kreuzung „Zum Finkenberg / Am Dornbusch“ auf der Hermannsburger Straße. Weiter geht’s auf dem Feldweg „Zum Finkenberg“ bis zur NPD-Hofstelle.

Anmelder und Leiter der Demo ist Dr. Matthias Richter-Steinke (DGB-Regionsgeschäftsführer) Redner*innen sind u.a. Wilfried Manneke (Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus) Schon seit Jahren finden auf dem NPD-Hof In Eschede Neonazi-Treffen statt. Besonders die „Sonnwendfeiern“ und das „Erntefest“ haben eine lange Tradition. Die Neonazis bezeichnen diese Feste als „Brauchtumsfeiern“. Ihr eigentliches Ziel ist es aber, auf diesen Zusammenkünften der norddeutschen Neonazi-Szene Kontakte zu pflegen, Termine abzusprechen und neue Aktionen vorzubereiten. Somit sind diese „Brauchtumsfeiern“ alles andere als harmlos.

Rechtsextreme sind der Überzeugung, dass sich das „Recht des Stärkeren“ durchsetzen sollte. Ihrer Ideologie nach sind „schwache“ Menschen weniger Wert. Ihre Idee stammt aus dem Tierreich, wo stärkere Tiere eher überleben. Diese Vorstellung auf Menschen zu übertragen, ist äußerst menschenverachtend. Im Grundgesetz steht, dass die Würde des Menschen unantastbar ist. Jeder Mensch ist gleich viel wert. Es gibt keine „besseren, stärkeren“ Menschen. Jeder Mensch ist ein ebenbürtiger Teil unserer Gesellschaft.

„Die Rechtsextremen auf dem NPD-Hof in Eschede sind eben nicht die netten Jungs von nebenan. Sie gehören zum harten Kern der extremen Rechten in Norddeutschland“, so das Netzwerk Südheide. Deshalb protestieren sie auch jedes Mal, wenn Rechtsextreme dort zusammenkommen, vor allem gegen ihre menschenverachtende Ideologie.

„Unsere Demonstrationen gegen die Treffen auf dem NPD-Hof werden von einer politisch breit aufgestellten, vielfältigen, aber entschlossenen Allianz getragen werden. Zu diesem breiten Spektrum gehören Gewerkschafter und Kirchenleute, Angehörige verschiedenster Parteien, Initiativgruppen gegen Rechtsextremismus, auch „Omas gegen Rechts“ und Leute aus dem „Bunten Haus“ Celle. Wir repräsentieren eine große Spannweite der Gesellschaft. Die Behauptung, gegen Rechts demonstrieren ja nur Linke, ist reine NPD-Propaganda. Die Rechtsextremen versuchen mit diesem Argument darüber hinwegzutäuschen, dass die überwiegende Mehrheit unserer Gesellschaft rechtsextremes Gedankengut entschieden ablehnt.“

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