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VdK warnt: Sozialem Wohnungsbau droht der Kollaps

In Niedersachsen hat sich die Zahl der Sozialwohnungen in den letzten 20 Jahren nahezu halbiert. Der Sozialverband VdK Niedersachsen-Bremen warnt angesichts kaum neu geschaffener bezahlbarer Wohnungen vor einem Kollaps des sozialen Wohnungsbaus.

„Bereits vor Inflation und Energiekrise waren immer mehr Menschen durch ihre Wohnkosten finanziell überlastet. Abhilfe sollen eigentlich bezahlbare Sozialwohnungen schaffen. Doch davon gibt es gerade jetzt, wo die angespannte finanzielle Lage große Teile der Bevölkerung schier zur Verzweiflung treibt, immer weniger! Wo soll das noch hinführen?“, empört sich VdK-Landesvorsitzender Friedrich Stubbe. Aktuell gibt es rund 55.000 Sozialwohnungen, Tendenz weiter sinkend. Denn: Jahr für Jahr fallen etwa 5000 Wohnungen aus der Sozialbindung und es kommen viel zu wenig neue, bezahlbare Wohnungen nach – in den letzten Jahren hat Niedersachsen sogar weniger als eine Sozialwohnung je 1000 Mieterhaushalte neu geschaffen, in Bremen war es gerade mal eine. Und Besserung ist vorerst nicht in Sicht, im Gegenteil: Wegen mangelnder Förderung ist laut dem Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) aktuell sogar der Bau von jeder fünften geplanten Wohneinheit fraglich. Statt 20 000 neuer Sozialwohnungen werden rund 4200 weniger entstehen.

„Die Politik darf nicht am falschen Ende sparen – Wohnraum ist ein Menschenrecht, kein Spekulationsobjekt! Was wir brauchen, sind drastisch stärkere Investitionen der Öffentlichen Hand in bezahlbaren Wohnraum. Der VdK fordert von der Politik endlich einen sozial orientierten Wohnungsmarkt. Teure Luxus-Objekte, die sich Normal- und Geringverdiener nicht leisten können, haben wir bereits zur Genüge auf dem Markt. Die Länder müssen endlich eine Wohnungsbaupolitik betreiben, die sich nicht länger an der Rendite orientiert, sondern sozial ausgewogen ist“, so Stubbe.

Der VdK verlangt außerdem Förderprogramme, die den Wegfall der Sozialbindung verhindern, einen Schutz vor Verdrängung besonders gefährdeter Menschen sowie die Förderung von barrierefreiem und inklusivem Wohnen.

PR

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