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Architektonisches Highlight in Neuenhäusen – Neuapostolische Kirche eingeweiht

Hell, puristisch, asymmetrisch, kunstvoll – die heute eingeweihte Neuapostolische Kirche in der Jägerstraße könnte sich zu einem neuen architektonischen Highlight in Neuenhäusen entwickeln. „Diese Wirkung passt zu uns, zu unserer Celler Gemeinde. Wir sind ein bisschen schräg“, spielte Gemeindevorsteher Andreas Heidemann auf eines der außergewöhnlichen Merkmale dieses innovativen Gotteshauses an – und erhielt intensiven Applaus von den Mitgliedern und Gästen, darunter Ortsbürgermeister Dr. Jörg Rodenwaldt, die in großer Zahl sowohl zum Weihegottesdienst als auch zur Schlüsselübergabe mit anschließendem gemütlichen Beisammensein erschienen waren.

„Kirchengebäude sind aus architektonischer Sicht sehr anspruchsvoll“, stellte Projektleiterin Leah Petersen an den Anfang ihrer kurzen Rede, „der Besucher soll beim Betreten Heiligkeit verspüren, das Gebäude soll in ihm etwas auslösen.“ Beides und noch viel mehr, so z.B. die Einpassung in das städtebauliche Umfeld, ist dem Architekten Michael Wagner aus Hannover in Kooperation mit dem Bildenden Künstler Tobias Kammerer gelungen. Letzterer hat das Glaskunstfenster entworfen, das in Szene gesetzt wird von der puristischen Holzarchitektur. Eine Besonderheit mit Symbolcharakter bilden der Altar und das Kreuz. Beide bewahren nicht nur das abgebrochene Vorgängergebäude mit seiner lebendigen Historie in sich, sie korrespondieren auch miteinander. Einige Sprossen der Kirche, die 60 Jahre lang die Heimat der Neuapostolischen Gemeinde Celle war, sind sowohl im Kreuz als auch im Altar verarbeitet. „Sie zollen symbolisch Respekt“, erläuterte Architekt Wagner, und Künstler Kammerer ergänzte: „Wir haben bewusst den Nagel, der heraussteckte, nicht entfernt. Unser Ansinnen war es, das Material in seiner verletzten Art und mit seinen Spuren zu belassen.“ Eine Symbiose aus Alt und Neu, die flankiert wird von einem Objekt, das alle Blicke auf sich zieht: „Das Glaskunstfenster entfaltet sowohl nach außen als auch nach innen eine große Wirkung“, erläutert Kammerer, „die Glaskunst stellt den Brückenschlag zur Architektur her.“ Hinter den Farben des in blau und gelb-ocker gehaltenen Werkes stecken auf der Ikonographie basierende Bedeutungen: „Gelb-Orange stehen für den ersten Tag, die Erschaffung des Lichtes, blau ist die Urassoziation für den Himmel und symbolisiert Glauben, Wiederkehr, Treue“, berichtet der Künstler. Klein und bescheiden geben sich im Vergleich zu den blauen und gelben Flächen ein kleiner roter Balken, der in grün übergeht, am unteren Bildrand. Grün bedeutet Hoffnung im christlichen Sinn, die Wiederkehr des Paradieses, Rot ist die Farbe des Martyriums und der Liebe, Jesus Christus spiegelt sich hier wider.

An ihn als den Mensch gewordenen Gott, an seinen Opfertod, seine Auferstehung und seine Wiederkehr glauben die Neuapostolischen Christen, die weder der katholischen noch der evangelischen Kirche zuzuordnen sind. Die Glaubensgemeinschaft entstand im Jahr 1863, die Celler Gemeinde geht zurück auf das Jahr 1921. Typisch ist die Leitung der Neuapostolischen Kirche durch Apostel, die sich als Nachfolger der Jünger von Jesus Christus sehen.

So lag der heutige Weihegottesdienst in den Händen von Apostel Ralf Vicariesmann, der auch die Einführungsworte des zweiten Programmteils, der Schlüsselübergabe, übernahm. Kurz und knapp brachte er deren Kern auf den Punkt: „Die neue Kirche ist wunderschön geworden.“

Anke Schlicht
Redaktion
Celler Presse
Fotos: Anke Schlicht

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