Donnerstag, 18. Juni 2026

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Volksbank präsentiert gutes Ergebnis für das Geschäftsjahr 2024

Auch als regional orientierte Genossenschaftsbank ist die Volksbank Südheide – Isenhagener Land – Altmark natürlich trotzdem nicht abgekoppelt von allgemeinen Entwicklungen und Herausforderungen in der Wirtschaft. Umso stolzer ist man deshalb, trotz aller Widerstände ein gutes Ergebnis für das Geschäftsjahr 2024 präsentieren zu können.

In ungewohnter Umgebung begrüßte der Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Dreblow die Vertreter und Gäste der diesjährigen Vertreterversammlung der Volksbank eG Südheide – Isenhagener Land – Altmark. Anders als sonst war man in die Stadthalle Wittingen umgezogen, um auch dort einmal eine Vertreterversammlung abzuhalten – immerhin reicht das Geschäftsgebiet der Volksbank vom westlichen Wietze kurz vor der Autobahn A7 bis in die Altmark nach Klötze am östlichen Rand.

Nach einer kurzen Einleitung übergab Dreblow das Wort zunächst an den Vorstandsvorsitzenden der Volksbank, Frank Bonin, für den Bericht des Vorstands. „Im letzten Jahr ist um uns herum viel passiert, das uns vor neue Herausforderungen gestellt hat. Wirtschaftliche Entwicklungen, und politische Spannungen haben das Umfeld belastet. Mit unserer Konzentration auf unsere Stärken, auf Regionalität, auf Beratungsqualität und auf unsere strategischen Kernthemen haben wir ein weiteres Mal dem Trend trotzen können und ein gutes Geschäftsergebnis erzielt“, brachte Bonin es eingangs schnell auf den Punkt. „Unsere Aufgabe als verlässlicher Partner für unsere Kunden haben wir einmal mehr erfüllt. Und übrigens gilt das auch für die Kommunen in den verschiedenen Regionen – die Kämmerer können sich über fast 2,6 Millionen Euro aus der Gewerbesteuer freuen.“

Bevor er ins Detail ging, umriss Frank Bonin zunächst noch einmal das wirtschaftliche Umfeld und die Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024. Die anhaltende Schwäche der deutschen Wirtschaft und die Preispolitik der europäischen Zentralbank der letzten Jahre seien auch für die Volksbank Herausforderungen. Hinzu kämen weitere regulatorische Anforderungen wie die jüngste Verschärfung der Eigenkapitalunterlegung bei der Kreditvergabe, die die Volksbank zusätzlich belasteten.

„Vor diesem Hintergrund können wir umso stolzer auf das sein, was wir in unseren Regionen erreicht haben“, leitete Bonin über, um nun in die Details zur Entwicklung der Volksbank zu kommen. „Das betreute Kundenwertvolumen, also die Summe aller bilanziellen und außerbilanziellen Einlagen und Kredite unserer Kunden ist weiter angewachsen und liegt inzwischen bei 4,3 Milliarden Euro.“ Dies wertete der Vorstandsvorsitzende als Ausdruck für die Qualität der Beratung und als Zeichen für die Zufriedenheit der Volksbankkunden.

„Unsere wichtigste Aufgabe als verlässlicher Finanzierer haben wir erneut erfüllt“, wiederholt Frank Bonin eines seiner Statements, die er bereits in den Vorjahren betont hatte. Im Kreditgeschäft als laufendem Wachstumsmotor habe die Volksbank trotz erheblicher Tilgungsrückflüsse das Volumen weiter ausgebaut. Ein besonders herausragendes Ergebnis habe dabei das Team der mobilen Baufinanzierungsberater erzielen können, das mit rund 77 Millionen Euro Kreditvolumen noch mehr Wohnträume erfüllen konnte als in den letzten Jahren.

Insgesamt ist das Kundenkreditvolumen nahezu gleichmäßig auf private und gewerbliche Kreditnehmer aufgeteilt. „Auch die Branchenaufteilung der gewerblichen ist weiterhin sehr granular, wir haben keine Klumpenrisiken. Die größten Branchenposten sind nach wie vor der Immobiliensektor sowie die Land- und Energiewirtschaft“, fasst Bonin zusammen. Dabei lege die Bank wert darauf, keine unnötigen Risiken einzugehen und ausschließlich gute Bonitäten in ihrem Kreditportfolio zu verwalten.

Im Einlagenbereich gelte nach wie vor die Prämisse, die Bank berate ausschließlich mit Blick auf das Kundeninteresse und nicht – wie manch anderer – auf die Bankbilanz. Daher werde je nach Erwartung und Wunsch des Kunden die passende Anlageform – von einer klassischen Bankanlage über Fonds bis hin zu Speziallösungen – angeboten. Vor diesem Hintergrund sind die bilanziellen Einlagen im Geschäftsjahr 2024 um rund 5 Prozent gewachsen.

Die Kundenvermögen in Fonds und Wertpapieren allerdings konnten im gleichen Jahr deutlich stärker zulegen, auch bedingt durch die positive Entwicklung an den Kapitalmärkten. „Unsere Anlagekunden haben durch unsere hochqualitative Beratung von Wachstumschancen profitieren können“, sagte Frank Bonin. „Die Wertentwicklung nur der Fonds unseres Verbundpartners Union Investment betrug allein im letzten Jahr im Schnitt über 10 Prozent nach Kosten.“

Auf der Ertragsseite der Bank hätte vor allem das bessere Zinsergebnis – auch bedingt durch die allgemeine Zinsentwicklung 2024 – das Jahresergebnis positiv beeinflusst. Die Dienstleistungserträge aus dem Vermittlungsgeschäft befinden sich eher in einer Seitwärtsbewegung, da hier auch kurzfristigere Trends eine Rolle spielten, wohingegen die Erträge aus dem Zahlungsverkehr und damit verbundenen Bereichen in den letzten Jahren langsam aber stetig angestiegen seien.

Grundsätzlich müsse die Volksbank ihre Ertragsstruktur – auch im Sinne der Bankenaufsicht – um zusätzliche Geschäftsfelder erweitern.  „Das haben wir getan und sind damit in den letzten Jahren auf einem guten Weg“, berichtet Bonin weiter. Der bankeigene Versicherungs-Makler für Firmenkunden sowie die Digitalisierungstochter QUIDT GmbH seien sehr aktiv und würden in der Kundschaft gut angenommen. Der Bereich Immobilienprojekte der Volksbank sei inzwischen breit aufgestellt und erfolgreich unterwegs. „Gemeinsam mit jeweils einem guten Kunden als Partner schließen wir uns projektbezogen zu einer GmbH zusammen und entwickeln Wohn- und Gewerbeimmobilien“, berichtete Bonin weiter. Ein aktuelles Großprojekt in Brandenburg an der Havel mit 136 Wohneinheiten und einem freistehenden Gebäudeteil für betreutes Wohnen, wobei hier schon Mietverträge mit einem namhaften Pflegedienstanbieter geschlossen sind. Der Gebäudekomplex werde in Abschnitten gebaut, von denen im ersten Teil auch die ersten rund 40 Wohnungen ebenfalls bereits vermietet sind. Das gesamte Projekt werde noch in diesem Jahr fertiggestellt.

Beim Thema Filialen konnte Frank Bonin von einer Neuerung berichten. Mit der Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg betreibe die Volksbank bereits seit einigen Jahren acht gemeinsame SB-Standorte in ihrem Geschäftsgebiet. „Das bauen wir nun noch etwas aus“, sagt Bonin, „wir werden zukünftig im Osten unseres Geschäftsgebietes zwei gemeinsame Geschäftsstellen zusammen mit der Sparkasse Altmark West betreiben, die sogar personalbesetzt sein werden.“ In Beetzendorf werde dafür das Volksbank-Gebäude genutzt, wo montags die Sparkasse anwesend sein werde und dienstags bis freitags die Volksbank. In Diesdorf wird es genau andersherum gestaltet, dort ist montags die Volksbank in der aktuellen Sparkassenfiliale beheimatet und dienstags bis freitags dann die Sparkasse. Das SB-Angebot stehe den Kunden beider Institute kostenfrei zur Verfügung.

Damit begegne man auch einer weiteren großen Herausforderung. „Der Fachkräftemangel ist auch bei uns angekommen“, sagt Frank Bonin. „Die Situation speziell in den Geschäftsstellen spitzt sich mehr und mehr zu. Auch deshalb gehen wir neue Wege und haben in diesem Jahr zum Beispiel ein ‚Speed-Dating in den Job‘ gemacht, das gut angenommen wurde.“ Darüber hinaus biete die Volksbank ihren Mitarbeitern inzwischen eine Vielzahl von Vorteilen wie steuerbegünstigtes Bike-Leasing, ein steuerfreies Auto-Abo, kostenlose Versicherungen oder die Übernahme von Kita-Kosten in Höhe von bis zu 250 Euro im Monat.

„In einem erneut schwierigen Umfeld haben wir unsere Volksbank gut durch das Jahr führen können“, schließt Frank Bonin seinen Bericht. „Wir bleiben der verlässliche Finanzpartner für unsere privaten und gewerblichen Kunden in den Regionen.“ Der Bilanzgewinn von rund 1,78 Millionen Euro helfe dabei, die Rücklagen zu stärken und die Bank damit auch für die Herausforderungen der Zukunft gut auszurüsten.

Im Anschluss verlas Klaus Dreblow den Bericht des Aufsichtsrates und lies die Vertreter über die Feststellung des Jahresabschlusses abstimmen, der einstimmig genehmigt wurde. Ebenso wurde die vorgeschlagene Dividende in Höhe von 5 Prozent ohne Gegenstimmen durch die Vertreterversammlung beschlossen.

Vorstand und Aufsichtsrat wurden danach von der Vertreterversammlung einstimmig Entlastung erteilt und auch die Wahlen zum Aufsichtsrat verliefen harmonisch. Mit Ulrich Dörrheide, Gerd Fricke, Karl-Michael Hoffmann und Klaus-Hinrich Singer wurden vier der fünf turnusmäßig ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder in ihrem Amt bestätigt. Bernd Böwe konnte wegen Erreichens der satzungsgemäßen Altersgrenze nicht wiedergewählt werden. Für ihn schlugen Vorstand und Aufsichtsrat die Wahl von Thomas Glaue aus Beetzendorf als neues Mitglied in den Aufsichtsrat vor, damit weiterhin die Region Altmark mit einem Mitglied im Aufsichtsrat vertreten bleibt. Den Vorschlag unterstützten die anwesenden Vertreter und wählten Thomas Glaue ebenfalls einstimmig neu in den Aufsichtsrat.

Die Vertreterversammlung endete wie gewohnt mit einem gemeinsamen Essen und vielen angeregten Gesprächen.

Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:

                                               31.12.2024                 VJ

Betr. Kundenwertvolumen      4.304,4            Mio €               4.140,4 Mio €

Bilanzsumme                         2.119,3            Mio €               1.976,4 Mio €

Kundenkredite                                    1.581,3 Mio €             1.507,6 Mio €

Kundeneinlagen                     1.450,7 Mio €             1.383,2 Mio €

Jahresüberschuss                 4,21 Mio €                  4,29 Mio €

Bilanzgewinn                          1,78 Mio €                  1,87 Mio €

PR