Klosterkammer-Zuwendungsausschuss vergibt rund 270.000 Euro für 11 kirchliche und soziale Projekte

Print Friendly, PDF & Email

 NIEDERSACHSEN/SÜDHEIDE. Über 11 Projekte aus dem niedersächsischen Raum und eine Fördersumme von insgesamt rund 270.000 Euro hat der Zuwendungsausschuss der Klosterkammer Hannover in seiner jüngsten Sitzung positiv entschieden. Eine Fördersumme von 12.307 Euro erhält die Gemeinde Südheide für das zweite Projektjahr „Mutter-Kind-Café / Nachhilfeangebot“.

Ein Schwerpunkt lag auf der Förderung innovativer kirchlicher Projekte, wie der Einrichtung eines Erlebnisraumes rund um das Thema Taufe in der Kirche des Stiftes Obernkirchen unter dem Titel „ErlebnisRaum Taufe im Themenjahr ‚Zeit für Freiräume 2019‘“. Die Ev.-luth. Kirchengemeinde Obernkirchen möchte – nach dem Vorbild eines Raumes in Wittenberg – durch Sinneswahrnehmung die Einstellung zum Christsein stärken. Ehrenamtliche begleiten die Besucherinnen und Besucher und bieten eine Tauferinnerung in Form von Segensworten an, eine Pastorin oder ein Pastor begleitet das Projekt für ein halbes Jahr. Der Raum wird aufwändig gestaltet, beinhaltet beispielsweise Video-Installationen und ein Tauf-Quiz. Angesprochen werden gezielt Schülerinnen und Schüler, Studierende und Gruppen aus anderen Kirchengemeinden. Die Klosterkammer unterstützt das Projekt mit 30.000 Euro.

Zwei Kirchengengemeinden zwischen Göttingen und Hannoversch Münden arbeiten daran, kirchliches Leben auf dem Land zukunftssicher zu machen: Die Ev.-luth. Kirchengemeinde Scheden-Dankelshausen hat das Projekt „Entwicklung von Strategien für den Missionarischen Gemeindebau im ländlichen Raum“ angestoßen. Es beinhaltet, dass für vier Jahre zur Entwicklung neuer Formate des Gemeindelebens und zur Professionalisierung der Öffentlichkeitsarbeit eine halbe Stelle eingerichtet wird. Ein weiteres Ziel ist, das Pfarramt zu entlasten. Das Projekt soll an der Universität Greifswald wissenschaftlich evaluiert werden, damit erfolgreiche Strategien auch auf andere Gemeinden übertragen werden können. Die Klosterkammer fördert das Vorhaben mit 30.000 Euro.

In Deutschland gibt es bisher im Gegensatz zu Österreich und England kaum Tageshospize. Dort werden jeweils an einigen Tagen pro Woche Gäste aufgenommen, die sonst noch in ihrem gewohnten Umfeld leben. Sie können auf diese Weise möglichst lange zuhause wohnen bleiben, pflegende Angehörige werden entlastet. Die Förderstiftung des stationären „Hospiz zwischen Elbe und Weser“ in Bremervörde hat sich entschlossen, zusätzlich ein solches Angebot aufzubauen. 2014 wurde das Haus mit Platz für elf Gäste eröffnet, nun soll ein Anbau hinzukommen in dem bis zu vier Tagesgäste gleichzeitig betreut werden können. Das teilstationäre Hospiz ist für hospizberechtigte Patientinnen und Patienten, die noch mobil sind, ein zusätzliches Angebot zwischen ambulanter und stationärer Versorgung. Die Ausstattung für das Tageshospiz mit Ruheräumen und Wohnküche für gemeinsame Mahlzeiten fördert die Klosterkammer mit 42.075 Euro.

PR

 





%d Bloggern gefällt das: