Grüne: „Klöckners Tierwohl-Label kontraproduktiv“

DEUTSCHLAND. Einige Handelsketten wie REWE und LIDL sind mit einem aussagekräftigen Tierwohllabel vorgeprescht, das jedes Stück Fleisch kennzeichnet. Ab April soll dies in einheitlicher Form zum Einsatz kommen. Doch Bundesagrarministerin Julia Klöckner hat nun ein eigenes Label vorgestellt. „Stattdessen hätte Frau Klöckner zur Unterstützung einfach eine KennzeichnungsPFLICHT für den gesamten Handel einführen müssen“, kommentiert die agrarpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag Miriam Staudte.

Nun versuche Klöckner mit einem freiwilligen Label sogar die Menge des gekennzeichneten Fleischs zu reduzieren – denn Produkte, die nur nach den Mindeststandards produziert wurden, fallen bei Klöckner aus der Kennzeichnung. „Der Eier-Stempel hat doch nur Wirkung gezeigt, weil auch die Käfig-Eier gekennzeichnet werden mussten, doch diesen Effekt will Klöckner mit aller Kraft unterbinden,“ wirft Staudte der CDU-Ministerin vor. Dieser Marketingtrick schütze die billige Massenproduktion und verhindere, dass Verbraucherinnen und Verbraucher wirklich zum besseren Produkt greifen. „Damit schadet die Agrarministerin in erster Linie den Landwirtinnen und Landwirten, die ihre Tierhaltung verändern wollen, aber auch den Absatz dafür brauchen.“

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