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Praktikumspräsentation an der Fachhochschule für interkulturelle Theologie in Hermannsburg

HERMANNSBURG. Am Freitag haben sechs Studierende der Fachhochschule für Interkulturelle Theologie Hermannsburg (FIT) von ihren Erlebnissen und Erfahrungen im 12-wöchigen Praktikum berichtet. Sowohl das Praktikum selbst als auch die mündliche Präsentation des Praktikums sind verpflichtender Bestandteil ihres Bachelorstudiums. Für ihr Praktikum haben die Studierenden ganz unterschiedliche Institutionen in Ohio/USA, Windhoek/Namibia, Bohol/Philippinen, Hermannsburg und Heilbronn ausgewählt:

Reihe sitzend v.l.n.r Enyonam Dossou, Esther Nachiwara, Hendrik Matias, Prof. Dr. Erna Zonne-Gätjens Reihe stehend v.l.n.r: Johanna Matias, Verena Röck, Prof. Dr. Gabriele Beckmann, Paulina Schenk, Annika Drieschner

Annika Drieschner hat ihr Praktikum bei der Initiative Südstadtkids der „Mitternachtsmission Heilbronn“ absolviert, einer Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Trägerschaft des Kreisdiakonieverbandes Heilbronn. Zu ihren Aufgaben gehörte die Mitgestaltung von Gruppenangeboten sowie die Pflege des Kontakts zu den betreuten Kindern und Jugendlichen.

Auch Esther Nachiwara ist in Deutschland geblieben und hat sich in der Jugendhilfe beim „Albert-Schweitzer-Familienwerk e.V.“ in Hermannsburg eingebracht. Der Schwerpunkt ihrer Aktivitäten lag in der Sozialen Gruppenarbeit für Kinder und Jugendliche. Ihre Aufgabe bestand darin, die Kinder durch gemeinsame Mahlzeiten, Hausaufgabenbetreuung und pädagogische Beschäftigung zu unterstützen. Beide Studierende haben die Erfahrung gemacht, dass die sozialarbeiterische Betreuung von Kindern zwar sehr erfüllend, aber auch sehr fordernd ist. „Man braucht ein dickes Fell und viel Geduld“, lautete das Fazit von Esther Nachiwara.
Paulina Schenk war in der Spendenabteilung von „Heartbeat International“ in Ohio/USA tätig, einem „Netzwerk von christlichen, lebensbejahenden Schwangerschaftsberatungsstellen“. Hier hat sie hautnah erlebt, dass es großer Anstrengungen bedarf, um die nötigen finanziellen Mittel für die Umsetzung eines Projektes zu generieren
.
Nach Bohol, eine Insel der Philippinen, hat es Verena Röck gezogen, weil sie dort für „ICM-International Care Ministries“ arbeiten wollte, einer gemeinnützigen Organisation, die sogenannte „ultra-arme“, also deutlich unter dem Existenzminimum lebende Familien an entlegenen Orten aufsucht und unterstützt. „Solch ein soziales Engagement im fernen Ausland kann ich mir auch für meine berufliche Zukunft vorstellen“, sagte Röck.

Für Hendrik Matias bot das Praktikum die Chance, für ein paar Wochen in seine Heimat Namibia zurückzukehren und dort im Büro der „Internationalen Organisation für Migration“ zu arbeiten. Die IOM ist eine weltweit tätige zwischenstaatliche Organisation, die sich unter anderem in der Flüchtlingshilfe und der Migrationspolitik engagiert. Hier durfte er Konzepte erstellen und die Arbeit des Rates für Migrationspolitik kennenlernen.

Seine Frau Johanna Matias war ebenfalls in Windhoek/Namibia. Als Praktikumsstelle hatte sie das Intermediate Hospital Katutura ausgewählt, in dem sie das Team der Sozialarbeiter unterstützt und eine Selbsthilfegruppe für Fehl- und Stillgeburt oder Neugeborenentot gegründet sowie betreut hat. „Die teilnehmenden Frauen haben die Selbsthilfegruppe als sehr hilfreich empfunden“, konnte Frau Matias rückblickend zufrieden feststellen.

Die Studierenden sind aus ihrem Praktikum mit prägenden Erfahrungen und wichtigen Erkenntnissen für die Zeit nach ihrem Studium an der FIT nach Hermannsburg zurückgekehrt. Zwei Studierende hatten besonderen Grund zur Freude: Sie haben von der Institution, bei der sie das Praktikum absolviert haben, ein Jobangebot erhalten. Das Praktikum eröffnet den Studierenden also zugleich die Chance, sich bei einem potenziellen Arbeitgeber vorzustellen und zu bewähren.

PR
Foto: Dorothea Müller





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