Traditioneller Festakt zum Schützenfest: Fackelumzug und Großer Zapfenstreich vor dem Celler Schloss

CELLE. Nach der offiziellen Eröffnung des Schützenfestes am Freitag ging es am Samstagabend in die nächste Runde. Ganz nach der Parole „Alt und Jung verbinden“ wollen die Schützen allen Besuchern etwas bieten und präsentierten sich beim traditionellen Großen Zapfenstreich vor dem Celler Schloss den zahlreichen Zuschauern. Im Mittelpunkt standen aber nicht die neuen Könige, hier wurde dem Noch-Hauptkönig Stefan Denecke gehuldigt.

Die Schützen versammelten sich zunächst in der Congress Union, um nicht nur das traditionelle Fischgericht zu essen. Sie ehrten dort auch langjährige Mitglieder und genossen das Beisammensein. Das Highlight hier war jedoch die Fischrede. Als prominenter Gast hielt in diesem Jahr der Niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers die Rede. Hilbers kommt aus Lingen an der Ems und ist extra für die Celler Schützen 250 Kilometer angereist, um diese Rede zu halten, betonte der Finanzminister. Er betonte stets, dass die Schützen ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft sind und sieht es als wichtigen Bestandteil der Brauchtumspflege. Früher waren die Schützenkönige ein Jahr lang von der Steuerbefreit, trug der Finanzminister vor, doch zeigte er sich in seiner Funktion erleichtert, dass es diese Tradition nun nicht mehr gebe. Die Fischrede ist immer mit einem Augenzwinkern zu sehen und wird humorvoll vorgetragen. Hilbers appellierte jedoch auch an die Eigenverantwortung und zeigte Fortschritte und die Wichtigkeit der Digitalisierung für die Zukunft des Landes auf.

An diesem Abend wurden die folgenden Schützen mit den Theo-Wilkens-Medaillen ausgezeichnet:

Altstadt Daniel Biermann Dr. Michael Wittke Bronze Bronze
Blumlage Ralf Hebebrock Matthias Kluge Christian Glück Bronze Bronze Silber
Hehlentor Marcus Hessel Timm Prenzel Silber Silber
Neustadt Harald Dratius Silber
Neuenhäusen Rosemarie Hlawatschke Bronze
Hauptausschuss Frank Schrader Gold
  Peter Rieske Silber

Nach dem Fisch-Essen in der Congress Union Celle versammelten sich die Schützen aus den fünf Celler Schützengesellschaften vor dem Gebäude an der Straße. Bei einbrechender Dämmerung wurden die Fackeln angezündet und mit viel Musik zogen die Schützen durch die Altstadt. Es ist für die Besucherinnen und Besucher der Stadt immer ein Hingucker, wenn die vielen Schützen mit den Fackeln durch die kleinen Gassen ziehen. Schnell zückten die am Rande stehenden oder im Außenbereich der Restaurants sitzenden Gäste ihre Smartphones, und es wurde reichlich gefilmt und fotografiert.

Vor dem Celler Schloss angetreten, präsentierten sich die Schützen den vielen Zuschauern. Kommandeur Ulf Walbrecht hatte alles im Griff und meldete dem Obersten Hauptschaffer Norbert Schüpp. Auf der Bühne dankte Norbert Schüpp dem Noch-Hauptkönig Stefan Denecke vom Schützencorps Neuenhäusen. Geschichtlich ging Schüpp auf die Tradition und deren Entstehung ein, um den Zuschauern einen Eindruck zu vermitteln, warum sich die Schützen vor dem Celler Schloss im Rahmen eines Großen Zapfenstreichs versammeln. Damit aber der scheidende König auch in Zukunft die Herzen der Menschen aufzuschließen vermag, hat Stefan Denecke in Beisein von Bürgermeister Heiko Gevers, der den Oberbürgermeister Jörg Nigge vertrat, den Schlüssel der Stadt übergeben bekommen. In seiner Rede bedankte sich Denecke bei den vielen Unterstützern und blickte auf eine schöne wie auch spannende „Amtszeit“ zurück. Er bedankte sich im Speziellen bei seiner Frau Melanie, die ihm in dieser bewegenden Zeit den Rücken freigehalten hatte.

Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehren Burgdorf – Hänigsen und der Spielmannzug des Bergmannsverseins Riedel aus Hänigsen hatten anschließend musikalisch die Zügel, unter der Leitung des Dirigenten Alexander Dunkel, in der Hand. Denecke durfte sich ein besonderes Musikstück aussuchen, dass ihm zu Ehren gespielt wurde. Der scheidende König wählte den traditionellen Marsch „Preußens Gloria“ von Johann Gottfried Piefke.

Nach der Serenade wurde der Große Zapfenstreich zeremoniell mit der Nationalhymne geschlossen, bevor die Schützen zum Schützenplatz weiterzogen. Die Zuschauer waren herzlich eingeladen, dem Festzug zu folgen um ebenfalls noch schöne Stunden auf dem Volks- und Schützenfest zu verbringen.

Redaktion
Celler Presse

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