LINKE: Nur flächengebundene Tierhaltung schützt vor Überdüngung

BERLIN. Die hohen Nitratwerte im Grundwasser sorgen weiterhin für Ärger. Die EU-Kommission setzte der Bundesregierung am Donnerstag eine Frist von zwei Monaten um die Überdüngung der Felder in Deutschland den Griff zu bekommen. Andernfalls drohen Strafzahlungen in Höhe von 850.000 Euro am Tag.

Laut Amira Mohamed Ali, Bundestagsabgeordnete der LINKEN aus Niedersachsen wird die alleinige Verschärfung der Düngeregeln nicht ausreichen: „Die Güllegesetze gehen nicht an die Ursache des Problems heran, nämlich dass zu viele Tiere auf zu wenig Raum gehalten werden. Die Nutztiere hören ja nicht auf Gülle zu produzieren, nur weil die Regierungsparteien es wollen. Weniger Gülle und damit weniger Nitrat im Grundwasser gibt es nur durch die Reduzierung der Tierbestände. Deshalb wollen wir die Flächenbindung wiedereinführen”, sagte die Tierschutzexpertin der LINKEN am Freitag.

„Flächenbindung bedeutet, dass ein landwirtschaftlicher Betrieb nur so viele Tiere hält, wie das eigene Land ernähren kann. Die Gülle der Tiere wird im Sinne der Kreislaufwirtschaft dann ebenfalls ausschließlich auf diesen Flächen ausgebracht”, erläutert Mohamed Ali.

Der ehemalige Landwirtschaftsminister Horst Seehofer hat die Flächenbindung in Deutschland im Jahr 2006 abgeschafft. Lediglich BIO-Betriebe unterliegen heute noch dieser Auflage, aber auch viele konventionelle Betriebe halten sich freiwillig daran. Es wäre ohne weiteres möglich die Flächenbindung wieder einzuführen”, meint Mohamed Ali.

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