Venezianische Klänge im Celler Schloss – Das Ensemble „Theatrum Affectuum“ spielt in der Reihe „ResidenzKlänge“

CELLE. Die kammermusikalische Reihe des Residenzmuseums, die sich inhaltlich und thematisch mit wechselnden Aspekten der Musiktradition an den Welfenhöfen beschäftigt, hat sich mittlerweile einen Namen gemacht. Musikalischer Anspruch der Reihe, stets hervorragende Musikerformationen, ein zeitgemäßer Zugang und inhaltliche Einführungen bescheren Kennern wie Musikfreunden hochkarätige Hörerlebnisse.

Mit dem in Basel und Mailand stationierten „Theatrum Affectuum“ bringt das Residenzmuseum am 15. Oktober ein international hoch geschätztes Ensemble für Alte Musik auf die Bühne im Rittersaal des Celler Schlosses. Museumsleiterin Juliane Schmieglitz-Otten: „Zum einen wollen wir zeigen, dass die Kategorie „Alte Musik“, wenn sie denn lebendig und musikalisch innovativ gespielt wird, keineswegs unzugänglich ist, wie manche vermuten mögen, im Gegenteil! Ihr hoher improvisatorischer Anteil und das Streben nach Originalität einer Besetzung mit historischen Instrumenten birgt ein hohes Potential an Authentizität und höchst gegenwärtiger Lebendigkeit. Zum anderen möchten wir mit immer neuen Aspekten auf die kulturelle Vielfalt und künstlerische Internationalität hinweisen, die eine Residenz wie Celle historisch erfüllte, und eben auch bis heute inspirieren kann. “

Das musikalische Programm des Abends knüpft an den letzten hier residierenden Herzog Georg Wilhelm an, der im 17. Jahrhundert nach Venedig reiste, um den Karneval und die Oper zu besuchen. Italienische Einflüsse sind im frühen Bau seines eigenen Hoftheaters sowie an der Neugestaltung der Celler Residenz durch italienische Architekten und Künstler zu sehen. Was damals nur dem Herzog vorbehalten blieb, darf heute das gesamte Publikum des Konzertes erleben: Die Musiker begeben sich auf eine Zeitreise durch 200 Jahre Musik aus der Dogenstadt, vom Beginn der gedruckten Musik um 1500, über neuartige virtuose Instrumentalmusik des 17. Jahrhunderts bis hin zu Klassikern des venezianischen Repertoires wie Vivaldi.

Das 2004 in Amsterdam gegründete Ensemble für Alte Musik „Theatrum Affectuum“ interpretiert die oft wirre Affektgeladenheit der Barockmusik auf eine persönliche, ausdrucksstarke und fundierte Art und Weise. Die sieben Musiker glänzen mit der Einbeziehung von Improvisation in ihren Konzerten und widmen sich mittels sorgfältig zusammengestellter Programme den verschiedenen Ausprägungen der Barockmusik. Seit der Gründung standen über 200 Auftritte in den Niederlanden, Belgien, Deutschland, der Schweiz, Österreich, Italien und Japan auf dem Programm, bei renommierten Konzertveranstaltern wie dem Händelhaus Halle, Konzerthaus Wien, De Bijloke Gent, Fukuoka Early Music Festival (Japan) und dem Festival MiTo in Mailand.

In Celle gastiert das Ensemble in folgender Besetzung: Andreas Böhlen (Blockflöte), Yukie Yamaguchi und Sabine Stoffer (Barockvioline), Shelley Sörensen (Barockbratsche), Pierre-Augustin Lay (Barockcello), Pietro Prosser (Theorbe und Barockgitarre), Takashi Watanabe (Cembalo). Auf dem Programm stehen Werke von Baldessare Donato, Erasmus Lapicida, Claudio Merulo, Dario Castello, Alessandro Santini, Antonio Vivaldi (Concerto per flautino, RV 443) u.a.

Karten für das Konzert am 15.10. um 19.30 Uhr sind zum Preis von 18,00 € (15,00 € ermäßigt) ab sofort im Vorverkauf erhältlich (Tel. 05141 – 12 45 40) oder an der Abendkasse im Rittersaal im Celler Schloss.

Veranstaltung im Überblick:
15.10.2019, 19:30 Uhr

Reihe ResidenzKlänge:
Ensemble Theatrum Affectuum: „Venedig – Ewige Modern“

Ort: Rittersaal im Celler Schloss
Eintritt: 18,00 /15,00 €
Karten an der Kasse des Bomann-Museums
Reservierung: 05141 12 45 40

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