Blutegel-Therapie – Vortrag von Thomas Holst, Heilpraktiker in Eldingen

Blutegel-Therapie – Vortrag von Thomas Holst, Heilpraktiker in Eldingen

17. Oktober 2019 Aus Von Celler Presse

ESCHEDE. Anfang des 19. Jahrhunderts griff es wie eine Epidemie um sich: Blutegel als Allheilmittel. Deren heilende Wirkung war zwar schon seit Jahrhunderten bekannt, damals aber wurden Blutegel zur Modeerscheinung. Um 1855 wurden aus den hamburgischen Vierlanden rund 40 Millionen Blutegel verschifft.

Später, als in und um Hamburg alles so gut wie abgegrast war, reisten „Ihlenfänger“ nach Russland, Ungarn, Rumänien und in die Ukraine. In den Vierlanden wurden sie schließlich in Gräben gehalten, um sie dann vorrangig an Hamburger Ärzte und Apotheken zu verkaufen.
Blutegel sind ja nun nicht gerade ansprechend, eher wie Vampire: Sich festsaugend beißen sie mit winzigen Zähnen in die Haut ihrer „Wirte“, um sie dann anzuzapfen. Sind sie dann satt, was etwa eine halbe Stunde dauert, fallen sie von selbst wieder ab. Das Gebissenwerden tut kaum weh, denn Blutegel haben in ihrem Speichel ein natürliches Schmerzmittel. Eine ganze Reihe unterschiedlicher Substanzen setzen sie bei ihren Bissen frei, darunter Blutgerinnungshemmer und das entzündungshemmende Eglin, das beispielsweise bei Arthrose Wirkung zeigt. Es heißt, dass bei Blutergüssen, Krämpfen, Verstauchungen, Rheuma, Kopfschmerzen und Ohrensausen Blutegel – häufig wirkungsvoller als andere Therapien – helfen sollen.

In natürlicher Umgebung findet man Blutegel heute in Deutschland kaum noch, sie werden importiert. Welchen therapeutischen Stellenwert sie in der heutigen Zeit haben, soll der Vortrag von Thomas Holst erläutern und damit den Informationsstand der Zuhörer erweitern und ihre Kompetenz in Fragen von Krankheit und Gesundheit stärken. Damit steht der Vortrag im Einklang mit den Zielen des 1.Norddeutschen Vereins für Homöopathie und Lebenspflege e.V. (seit 33 Jahren in Eschede).

Vortrag am Dienstag, 22. Oktober 2019, 19.30 Uhr
Hotel Deutsches Haus, Eschede

Von Nicht-Mitgliedern wird ein Kostenbeitrag (Richtsatz 4 €) erbeten.

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