atelier22 e.V.: Der Vorstand nimmt Stellung zu Kritik und Vorwürfen

CELLE. Der Vorstand des atelier22 r.V. sieht sich veranlasst zu Kritik und Vorwürfen Stellung zu beziehen. Diese Stellungnahme veröffentlichen wir im Wortlaut:

“Liebe Mitglieder und Freunde des Vereins,
in den letzten Wochen ging es im Vereinsleben speziell im Mailverkehr hoch her. Wir als Vorstand wollen die Mitglieder und die Freunde nicht in Unsicherheit lassen und nachfolgend klare Stellung dazu beziehen.

Zum Verständnis: Zu Beginn steht die Behauptung der Beschwerdeführer und im Anschluss legen wir dar, wie es sich nach unserer Kenntnis der Fakten verhält: So ist immer noch kein klares Konzept oder Programm <für die Nutzung des Hofgebäudes vorhanden. Stimmt! Denn der Bau ist zwar weitgehend abgeschlossen, aber derzeit prüfen wir, wie es um den Brandschutz steht. Ggf. werden Nachbesserungen noch vorgenommen.

Ebenso musste das Nebengebäude umgebaut werden, da der Celler Bau- und Sparverein sonst den Mietvertrag für das Vorderhaus nicht um weitere 10 Jahre verlängert hätte.Stimmt nicht! Die Zusage des CBS für eine 10-jährige Nutzung war Auflage für die Zuwendung von Mitteln des niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur. Wir danken dem CBS dafür von Herzen.

Von den vielen Nachfragen von Veranstaltern und jungen Menschen ist auch noch nichts zu sehen. Wie denn auch, wenn erst der Brandschutz geprüft wird? Natürlich könnt Ihr Euch (Mitglider und Nichtmitglieder) bereits jetzt für die Nutzung der Werkstatt 22 anmelden. Hierfür gilt das offene Verfahren, wie auch bei Ausstellungen in der Galerie. 40.000€ von den Steuergeldern und ungefähr 30.000€ Spendengeldern sind dort verbaut worden. Für so einen Umbau eine recht stolze Summe. Ja, wir sind stolz darüber, dass wir diese erstaunlich hohe Summe von Spendenmitteln erreicht haben. Wir sind dankbar gegenüber jedem Spender, der mit uns dasselbe Anliegen teilt: Kunst möglichst allen Menschen zu teil kommen zu lassen.

Des weiteren stehen gegenüber dem Vorstand weitere Anschuldigungen haltlosen Ausmaßes im Raum. Hier ein Auszug aus einem Schreiben an den Bürgerservice der Stadt Celle / Gleichstellung schwerbehinderte Menschen:
Der Vorstand habe wissentlich das Niedersächsisches Wirtschaftsministerium, die Steuerzahler und Sponsoren getäuscht, als wir im Presseordner den Umbau als behindertengerecht vorstellten.

Mitnichten: 1. Haben wir die Mittel vom niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur erhalten und 2. Fakt ist: Der Umbau erfolgte entsprechend der Niedersächsischen Bauordnung für bestehende Gebäude. Tatsächlich berücksichtigt der Umbau jetzt die Bedürfnisse vieler beeinträchtigter Besucher. Richtig ist auch, dass er nicht rollstuhlgerecht ist, weil der Türrahmen den Durchgang einengt. Diesbezüglich gab es jedoch keine entsprechenden Auflagen in der Baugenehmigung, wie z.B. die Verbreiterung der Eingangstür. Dies wäre ein folgenreicher baulicher Eingriff in die Tragfähigkeit des Gebäudes. Wir weisen daher den Vorwurf der Täuschung des Ministeriums und von Spendern entschieden zurück. Dieser Vorwurf ist unberechtigt. Dennoch ist der Vorstand und sicher auch die Mitglieder des Vereins bereit, über andere verhältnismäßige Lösungen zu reden.

Wohin sind denn wohl die sehr großzügigen Zuwendungen des Landes Niedersachsen und Sponsorengelder geflossen, wenn sehr einfach und nicht behindertengerecht umgebaut wurde, so dass trotz gesetzlicher Vorgaben weiterhin Behinderte vom öffentlichen Leben dieser Einrichtung ausgeschlossen werden? Die Gelder sind eins zu eins in das Nebengebäude geflossen und nirgendwo anders hin. Wir sind dazu verpflichtet, genau aufzuschlüsseln, wohin welche Mittel geflossen sind. Dieser Nachweis der Mittelverwendung geht nach Abschluss der Baumaßnahme in der
vorgeschriebenen Frist an das zuständige Ministerium zur Prüfung.

Ein Schock war auch ein Schreiben an den Oberbürgermeister Jörg Nigge, der !!! angeblich !!! von Mitgliedern des Vorstandes des atelier 22 (laut Briefende) verfasst wurde. Dieser Brief war anonym und wurde nicht unterschrieben. Jedes Vorstandsmitglied hat erklärt, dass es keinen Brief an den Oberbürgermeister gesendet hat! Hier versucht jemand den Verein in Verruf zu bringen und den Vorstand zu verleumden und zu entzweien. Darin standen einige Fehlinformationen und Hinweise auf gesetzliche Vorlagen, von denen wir jedoch bisher nichts gehört hatten.

An den wirklichen Verfasser: Es hat genau zum Gegenteil geführt. Wir, der Vorstand, sind entschlossen zusammengerückt und stehen gemeinsam für das Nebengebäude ein. Ferner wird sich der Vorstand künftig gegen Verleumdung juristisch zur Wehr setzen. Einige Mitglieder setzten sich mit der Celleschen Zeitung in Verbindung, um diese Verleumdungen dort vorzutragen. Wir gehen hier von einem rufschädigenden Verhalten einzelne Mitglieder aus. Da uns mit einer Klage gedroht worden ist und wir diese Vorgehensweisen nicht für tragbar halten, werden wir uns rechtlich beraten lassen. Wir werden uns im Interesse des Vereins gegen Verleumdung und übler Nachrede wehren. Wir lassen uns den Traum von einem behindertengerechten Multifunktionsraum
nicht nehmen!

In gemeinsamer Absprache als gemeinsame Erklärung des Vorstands atelier 22 e.V. Jürgen Henke, Günter Thomaschek, Rolf-Peter Wöhler, Manuela Mast”

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