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Nazi-Propaganda – runter vom Sockel: LIST-Aktion zum Antikriegstag

CELLE. Zum diesjährigen Antikriegstag hat die Initiative LIST (Land in Sicht – Transition) auf eine geschichtspolitische Absurdität aufmerksam gemacht. Das sogenannte Artilleristen-Denkmal am Garnison-Museum am Schützenplatz bekam ein Schild umgehängt. Die darauf zu lesende Forderung: „Nazi-Propaganda runter vom Sockel.“

Cornelia Döllermann-Nölting, Sprecherin von LIST, begründet die Aktion: „Es war ein geschichtspolitischer Blindflug, für diese Nazi-Propaganda extra einen Sockel zu errichten. Die Wehrmachts-Krieger sind ursprünglich 1936 am Eingang der CD Kaserne aufgestellt worden. Drei Jahre später hat Deutschland am 1. September Polen überfallen und einen Krieg begonnen, der als Rasse- und Vernichtungskrieg in der Sowjetunion endete und Millionen Menschen das Leben gekostet hat.“

Nach der Umwidmung der CD Kaserne in ein Veranstaltungszentrum verschwand das Denkmal auf den Schützenplatz. Schon vor fünf Jahren hatte die Initiative die Artilleristen-Gruppe am Antikriegstag aus Protest mit einem pinken Tuch verhüllt. Döllermann-Nölting: „Irgendwie wundert es uns schon, dass in einer Stadt, wo die niedersächsische Gedenkstätten-Stiftung ihren Sitz hat, alle die Augen vor dieser Nazi-“Kunst“ verschließen.“ Die Initiative fordert den Rat der Stadt auf, sich endlich mit dieser Frage zu befassen, und das Denkmal möglichst schnell verschwinden zu lassen: „Am Besten ab damit auf eine Bauschutt-Deponie.“ Und einen Vorschlag für den Sockel hat die Initiative auch. Döllermann-Nölting: „Der Sockel kann ruhig stehen bleiben. So ganz ohne Helden obendrauf hätte es eine friedfertige Wirkung ganz besonderer Art.“

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