Fünf starke Frauen: Graduierung an der FIT mit Maske und Abstand – aber auch mit Stolz und Freude

Fünf starke Frauen: Graduierung an der FIT mit Maske und Abstand – aber auch mit Stolz und Freude

24. September 2020 Aus Von Celler Presse

HERMANNSBURG. „Fünf starke Frauen“ – so hat es Rektor Professor Dr. Wilhelm Richebächer in seiner Ansprache formuliert – haben an der Fachhochschule für Interkulturelle Theologie Hermannsburg (FIT) nach dreijährigem Studium, vielen Prüfungen, Praktika und einer Bachelorarbeit den Bachelor-Grad verliehen bekommen.

Mit deutlich weniger Angehörigen und offiziellen Gästen als in den Vorjahren, sowie mit Maske und Wahrung der Abstände, aber auch mit Stolz und vielen lachenden Gesichtern wurden die Absolventinnen in einer stimmungsvollen Feier geehrt und verabschiedet.

Erstmals bei einer Graduierungsfeier diente der grüne Campus der FIT mit seinen imposanten Eichen als kapellenartige Kulisse für den „open-air-Gottesdienst“ unter der Leitung von Dr. Moritz Fischer. Die Predigt wurde von Professorin Gabriele Beckmann gehalten. Sie brachte ihrer Hoffnung Ausdruck, dass die Absolventinnen sich in sozialdiakonischer Arbeit oder in Migrationsfragen für ein friedliches Zusammenleben engagieren. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von Eike Formella aus Unterlüß (Piano und Gesang) sowie der Studierende Ilze Reitere (Piano) und der ehemaligen Studierende Pascale Mogase (Gesang). Die Studierenden Anne Naliaka, Florian Ihlenfeldt und Wilke Ringeling lasen aus der Bibel.

Nach dem Gottesdienst zogen die fünf aus Zimbabwe, Brasilien, Ghana, Süd Sudan und Deutschland stammenden Absolventinnen in Talar mit Rektor Professor Dr. Wilhelm Richebächer zur offiziellen Graduierungsfeier ins Auditorium ein.

Zu den Absolventinnen sagte Prof. Dr. Wilhelm Richebächer: „Wir alle sind stolz auf euch. Und wir wissen, dass ihr mit Gottes Hilfe und starker eigener Ausdauer dieses Ziel erreicht habt, Ihr fünf starken Frauen!“

Als Vertreter des Missionsausschusses des Ev.-luth. Missionswerkes in Nieder-sachsen sowie im Namen der Landeskirchen Hannovers, Braunschweig und Schaumburg-Lippe gratulierte Oberkirchenrat Dirk Stelter aus Hannover den Absolventinnen zum erfolgreichen Abschluss ihres Studiums. Er lobte die Aktualität und gesellschaftliche Relevanz der interkulturell geprägten Themen ihrer Bachelor-arbeiten. Über die Fachhochschule sagte er: „Mit der interkulturell-theologischen Ausbildung liefert die FIT einen wertvollen Beitrag an den Schnittstellen von Religion, Migration und religiöser Vielfalt.“

Auch der Direktor des Ev.-luth. Missionswerkes, Pastor Michael Thiel, gratulierte den Absolventinnen zum Abschluss des Studiums und bezog in seine Glückwünsche auch die – im Jahr 2012 gegründete – FIT ein: “Jetzt sind Sie fit für den nächsten Schritt. Ich freue ich mich mit Ihnen über das, was Sie erreicht haben, aber auch darüber, dass das Unterfangen, mit dieser Fachhochschule zu beginnen, erfolgreich war. Sie alle persönlich sind der Beweis für diesen Erfolg.”

In seinem – zeitgemäß per Videobotschaft übertragenen – Grußwort hob Axel Flader, Bürgermeister der Gemeinde Südheide, hervor, wie wichtig Bildung und Wissen für jeden einzelnen, aber auch für die Gesellschaft insgesamt sind. „Dieses Wissen, diese Fähigkeit Zusammenhänge zu erkennen und Sachverhalte zu reflektieren und zu bewerten, das alles haben Sie, liebe Absolventinnen der FIT, sich hier in den letzten Jahren angeeignet.“

Nachdem Rektor Richebächer unter Applaus der Anwesenden die Bachelorurkunden übergeben hatte, meldete sich Heike Knebel als Vertreterin der Absolventinnen zu Wort und sprach diese – befreit und in der Tat mit Stolz – mit „Dear Graduates“ an – was von ihren Mitstreiterinnen mit großem Jubel beantwortet wurde.

„Wohin führt uns unser Weg?“, fragte sie. Ihre Antwort: „Vor gut drei Jahren haben wir uns auf den Weg gemacht nach Hermannsburg. Jeder und jede von uns hatte dabei ihre und seine eigenen Stärken im Gepäck. Wir wollten uns vorbereiten auf Arbeit mit Menschen überall auf der Welt, die in dem einen oder anderen Bereich Unterstützung brauchen, auch im spirituellen. Vielleicht ist es genau hier, wo unsere Aufgabe als Absolventinnen und Absolventen liegt: Menschen in ihren körperlichen, geistigen und spirituellen Bedürfnissen zu begleiten. Hierzu sind wir berufen von Gott: Gott ruft uns in den Dienst an Menschen, Gott begleitet uns auf unseren weiteren Wegen, seien sie gradlinig oder kurvenreich.“

Die Namen und Nationalitäten der Graduierten:

Sarah Alupo: Süd Sudan
Sylvia Afari: Ghana
Corelleta Kaseke: Simbabwe
Heike Knebel: Brasilien
Kimdwell Mensah-Bonsu: Deutsch/Ghana

Die FIT wünscht den „fünf starken Frauen“ alles Gute und Gottes Segen auf ihrem weiteren Weg!

PR
Fotos: Dorothea Müller





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