In Zeiten des Social Distancing gemeinsam ein Projekt durchführen: KulturTrif(f)t und das Projekt „Gemeinsam statt einsam“

CELLE. KulturTrif(t)t hat „Gemeinsam statt einsam“ im Rahmen der Veranstaltungsreihe „InsideOut“ ins Leben gerufen, um der coronabedingten Einsamkeit etwas entgegenzusetzen. Doch wie soll Kontakt möglich sein, wenn dieser so weit wie möglich eingeschränkt werden soll? Mit der Aktion „Mandalas für den Frieden“ stellen sich die Kreativen der KulturTrif(f)t dieser Herausforderung.

Über 35 Organisationen und Institutionen haben über Wochen zusammengearbeitet und sich ausgetauscht. Den Werken sieht man hohe Internationalität, unterschiedliche Generationen und verschiedene Religionszugehörigkeiten an, die mit diesem niedrigschwelligen Angebot erreicht wurden. Von ausgemalten Mandalas über eines mit Pfotenabdrücken sowie einem aus Holz zu hochwertig gestalteten, fast kunstvollen Exemplaren ist alles vertreten. Das im Durchmesser 2,50 Meter große Holzmandala beim alten Gefängnishaupttor haben Insassen der Justizvollzugsanstalt aus verschieden gestalteten Holzteilen zusammengesetzt. Das Band des Friedens aus fast 2000 Mandalas weht von der Barock Villa Trift 32, die Trift entlang bis zum Bahnhof. Von dort aus führt das Friedensband über die Bahnhofstraße zurück bis zur Celleschen Zeitung. In den Fenstern der KulturTrif(f)t hängen 152 ausgemalte, von Edmario Jobat gestaltete Mandalas. In einem Raum des Hauses zieren 19 gerahmte Werke die Wände. Dank der Beteiligung der CeBus fahren jetzt Mandalas durch die ganze Stadt und setzen „Celleweit“ ein Zeichen für den Frieden. Henning Otte (MdB, stellvertretender Landrat) betont in seiner Rede die besondere Herausforderung, aktuell ein Zeichen internationaler Zusammenarbeit zu zeigen. Man freue sich über die außerordentliche Resonanz, sagte Zandra Gröschner. Die Ausstellung OutSide kann zu jeder Zeit bis zum 3. Oktober betrachtet werden.

Ausstellung Mandala-Kunst InSide

Das gesamte Projekt ist schon etwas Großartiges. Doch dabei wollte es die Künstlerin Zandra Gröschner Rico del Valle nicht belassen. Schließlich habe sie auch einen künstlerischen Anspruch und wolle integrativ wirken. So sei es ihre Idee gewesen, Künstler*innen anzuregen, mit Künstler*innen aus einer fremden Kultur ein gemeinsames Mandala frei zu kreieren. Über zwanzig Paare fanden sich innerhalb weniger Wochen zusammen und gestalteten unterschiedlichste Mandalas. Selbst Sabine Schöllchen hebt hervor: „Ehrlich gesagt, ich hätte nicht gedacht, dass sich so viele internationale Künstlerduos finden, die gemeinsam ein Mandala gestalten. Da hat Zandra bei der Werbung für das Projekt und die Koordination der Aktiven einen echt guten Job gemacht.“ In Anmerkungen neben den Werken äußerten sich Künstler, dass diese Zusammenarbeit ihren Horizont erweitert. So hätten sie Gemeinsamkeiten beider Kulturen entdecken können. Interessant: Jedes Werk ist neuartig für das Schaffen der einzelnen Künstler. Der Malstil der einzelnen Künstler wurde bei der Zusammenarbeit erweitert durch den Stil eines anderen. Daher entstehen Werke, die selbst eingefleischte Fans auf dem ersten Blick verwundert und überraschen. Der Materialmix von Malereien, über Fotos, Assemblagen, Collagen, Drucken sowie textilen Werken bis hin zu Skulpturen zeichnet diese Ausstellung aus. Einige Besucher hätten Zandra Gröschner viel Erfolg mit der Ausstellung gewünscht. Ein besonderer Erfolg, neben möglichst großen Besucherzahlen: Menschen unterschiedlicher Kulturen haben gemeinsam Neues erschaffen. Die InSide Ausstellung kann täglich bis zum 18. Oktober in der Zeit von 10-16 Uhr betrachtet werden. Der Eintritt ist frei. Der Verein freut sich über Spenden, um weitere Kunstprojekte initiieren zu können.

Aufstellen des Friedenspfahls

Ebenfalls seit Sonntag , steht einFriedenspfahl auf einer der am stärksten befahrenen Kreuzung Celles. Er trägt an den Seiten in verschiedenen Sprachen die Aufschrift „May Peace prevail on Earth“ (Möge Friede auf Erden sein). Das Grünflächenamt der Stadt Celle, vertreten durch Jens Hanssen, unterstützte den Verein. Dank seinem Einsatz steht er genau so, dass man aus dem Gebäude der KulturTrif(f)t genau darauf schaut. Zandra Gröschner gewann folgende Mitinitiatoren: Cellesche Zeitung, Celler Ökomene, Dr. Rodenwaldt (Ortsbürgermeister Neuenhäusen). Aber auch das Holzwerk Celle und das Magnus Café brachten den Friedenspfahl mit zustande. Pastor Dr. Peter Söllner, Vertreter der Celler Ökomene, übergab den Pfahl seiner Bestimmung und betete für den Frieden. Abschließend sagte er noch, immer habe er sich geärgert so lange auf dieser Kreuzung vor einer roten Ampel zu stehen. Nun könne er das, im wahrsten Sinne des Wortes, ganz neu betrachten. Gern können sich auch noch weitere Sponsoren mit einer Sprache an dem Friedenspfahl beteiligen. Dazu einfach eine Mal an info@kulturtrifft.com schreiben.

Wie geht es weiter?

Bisher ist angedacht im kommenden Jahr im Sommer das Projekt für den Frieden zu organisieren. Interessierte dürfen gespannt sein.

Redaktion
Celler Presse

Fotos:
Künstlergruppe InSide – DorisHennies

Celler Presse – Manuela Mast

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