Kunst bleibt, still – aber niemals stehen! – atelier 22 zeigt Ausstellung „Fotografie – von Klassik bis Experimentell“ online

CELLE. Aufgrund der aktuellen Verordnung der Bundesregierung weicht das atelier 22 wieder auf den virtuellen Raum aus. Die Fotoausstellung „Von Klassik bis Experimentell“ kann ab dem 07. November ab 16 Uhr digital genossen werden. Über die Vereins-Webseite werden die Bilder ausgestellt mit kurzen Texten zu den Künstlern. Interessierte können auf https://www.atelier22-celle.de/ausstellungen/online-f%C3%BChrungen/fotoausstellung sich die Werke kostenfrei anschauen. Nachdem das atelier 22 bereits gute Erfahrungen damit sammeln konnte, war es nur naheliegend, die Werke wieder online zu präsentieren.

Über das ursprüngliche Schreiben mit Licht hat sich Fotografie seit langem zur eigenständigen Kunstform mit eigener Bildsprache entwickelt. Im atelier22 hat man das Kunstgenre der Fotografie für eine Präsentation nach längerer Pause wieder aufgegriffen. Anfang des Jahres wurde eine Fotografie-Gruppe fOkus22 gegründet, ein lockerer Zusammenschluss aus Mitgliedern des Vereins und einem Nichtmitglied. Aus der Arbeit dieser Gruppe heraus ist die Fotoausstellung „Von Klassik bis Experimentell“ entstanden.

Martin Menzel zeigt Fotografien, die mittels historischer Kollodium-Nassplatten-Technik, einem Verfahren aus den Anfängen der Fotografie, hergestellt werden. Mit seiner Fachkamera fängt er nicht einfach nur Licht ein, vielmehr vermag diese Art der Fotografie in die Seele zu schauen. Seine Silberbilder bilden nahezu silhouettenhaft Menschen und Geschehnisse ab. Es ist fast wie Magie.

Eric (EHW) Schaper zeigt Schwarzweiß-Fotografie analog und digital, Minimal-Straßenfotografie und Wabi-Sabi, ein japanisches Ästhetik-Konzept, das die sehende Wahrnehmung schult. Diese Bilder sind bescheiden unvollkommen. Angestrebt wird von ihm, dass jedes Foto möglichst dazu verleitet, darin eine kleine Geschichte zu erkennen, die Phantasie anzuregen, nachzudenken. Man muss also etwas länger hinschauen.

Martina Kunz zeigt ausschließlich Digitalfotografie. Im Vordergrund steht das Genre des Wabi-Sabi bzw. der Meditativen Fotografie. Die Fotografien stellen sich nicht in den Vordergrund und wollen gesehen werden, sondern sie sind zurückhaltend und wollen von dem Betrachter entdeckt werden. Weiterhin vertreten ist die Konzeptfotografie und komponierte Fotografie.

Rita Dahlem lenkt bei der Fotopräsentation ihren Fokus auf die Entschleunigung der persönlichen und globalen Umwelt. Naturnah unterwegs, reflektiert sie scheinbar flüchtige Momente und regt zum Nachdenken und Innehalten an. Sichtbar werden Themen wie Wasser als das blaue Gold, Rush Hour und Wald mit Umweltfolgen. Menschen begegnen einander – Achtsamkeit als Ziel.

Fred Thurmann gestaltet mittels moderner Photosoftware Fotos zu eigenen farbigen Kunstwerken um: Abstrakt- und Freestylefotos. Damals entwickelte er seine Fotos in schwarzweiß und spielte mit verschiedenen Objektiven herum. Seine meist alltäglichen Fotografien werden technisch bearbeitet bis zur Bildverfremdung. Gerade auch Fotos zur Zeit vor der Technik werden jetzt digital überarbeitet mit dem Ziel, die Farbigkeit zu ändern.

Die Online-Ausstellung wird mindestens bis zum 20.12.2020 zu sehen sein. Aber Achtung: In dieser Zeitspanne werden nach und nach Videos von aufgezeichneten Interviews mit den Künstlern dort gezeigt werden. 

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