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Aktionen zum Internationalen Frauenkampftag in Celle

CELLE. Anlässlich des Internationalen Frauenkampftags am 8. März haben feministische Gruppierungen und Frauen-Organisationen in Celle Aktionen durchgeführt, um auf Geschlechterungerechtigkeit und Sexismus hinzuweisen. Die feministische Organisation „Gemeinsam Kämpfen“, das Autonome Frauenhaus Celle e. V. und der kurdische Frauenverein „Hêvî e. V. – Hilfe für Frauen in Not“ veranstalteten eine Lärmdemonstration mit anschließender Kundgebung, an der rund 110 Menschen allen Alters teilnahmen. Zudem verschickten sie feministisch bedruckte Postkarten an im Heim wohnende Seniorinnen.

„Wir als Frauenhausmitarbeiterinnen haben die Vision, dass Frauenhäuser überflüssig sind. Wir als Frauenhausmitarbeiterinnen haben die Vision, dass unsere Arbeit überflüssig ist. In der Corona-Pandemie hat sich jedoch mal wieder sehr deutlich gezeigt, dass wir davon noch sehr weit entfernt sind“, machten Rednerinnen vom Autonomen Frauenhaus Celle e. V. auf Gewalt gegen Frauen, auf Sexismus und Benachteiligung aufmerksam. Çîçek Yildiz vom Dachverband des Ezidischen Frauenrates e. V. (SMJE) erklärte: „Wir rufen alle Frauen auf, sich und diesen 8. März, den Frauenkampftag, gegen Faschismus, Sexismus, Nationalismus und alle
Formen von Gewalt und Rückständigkeit zu stellen.“

Die Kundgebung am Robert-Meyer Platz in Celle wurde mit einem feministischen Poetry Slam und Musik ausgestaltet. Reden hielten neben dem Autonomen Frauenhaus Celle e. V. und dem Dachverband des Ezidischen Frauenrates e. V. (SMJE) unter anderem auch „Gemeinsam Kämpfen“ und „attac“ Celle. Zudem wurden Unterschriften für die „100-Gründe“-Kampagne der kurdischen Frauenbewegung in Europa (TJK-E) gesammelt, die an diesem Tag endete. Die Petition zielt darauf ab, dass Feminizid – die Tötung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts – als internationales Verbrechen gegen die Menschheit anerkannt wird, und benennt 100 Gründe in Form von 100 ermordeten Frauen, um den türkischen Staatschef Erdoğan für seine feminizidale Politik zu verurteilen.

Die Idee für einen Internationalen Tag, an dem Frauen ihre Forderung nach Gleichberechtigung besonders stark machen, ist im späten 19. bis frühen 20. Jahrhunderts aus der Arbeiter*innenbewegung heraus
entstanden. Zu Beginn war eine zentrale Forderung neben besseren Arbeitsbedingungen und gleichberechtigter Entlohnung das Frauenwahlrecht.

PR
Fotos: Andrea Knoop






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