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Oberst Dirk Waldau verlässt Ausbildungszentrum im Heidekreis

  • Munster

MUNSTER. Der Kommandeur des Ausbildungszentrum (AusbZ) Munster, Brigadegeneral Ullrich Spannuth, konnte zur Corona-konformen Kommandoübergabe des Bereichs Zentrale Aufgaben des AusbZ von Oberst Dirk Waldau and Oberst Jesko Peldszus neben einigen wenigen Gästen unter anderem auch die Bürgermeisterin der Stadt Munster, Christina Fleckenstein, den Kommandeur der Panzerlehrbrigade 9, Brigadegeneral Dr. Christian Freuding sowie den Leiter des Bundeswehrdienstleitungszentrums Munster, den Leitendenden Regierungsdirektor Olaf Möbius sowie die beiden höchsten Vertreter des Zentralen Sanitätdienstes, Oberstarzt Dr. Annette Frohse und Oberstarzt Fritz Stoffregen willkommen heißen. Bei frostigen Temperaturen waren nahezu 150 Soldaten und Zivilbeschäftigte im Corona-Abstand zu diesem Appell angetreten.

Zwei Jahre in Munster

Knapp zwei Jahre war Oberst Dirk Waldau der Leiter des Bereichs Zentrale Aufgaben und Stellvertretender Kommandeur des Ausbildungszentrums Munster. Bis 2019 war der versierte Stabsoffizier als Kommandeur der Schule für Feldjäger und Stabsdienst in Hannover eingesetzt. Nun heißt es für den 57-Jährigen Abschied zu nehmen, von Munster und vom Heidekreis. „Wir sind am Ausbildungszentrum eine Gemeinschaft von Männern und Frauen, dem Auftrag verpflichtet, einsatzbereite Offizier und Unteroffizier auszubilden und zum Kampf zu befähigen“, so Oberst Waldau, der als gradliniger Offizier und Führer bei seinen Untergebenen bekannt und geschätzt war. Nach dem offiziellen Teil wurde der Oberst auf dem Kommandantenplatz eines Kampfpanzers Leopard vom Appellplatz gefahren.

Munster im Blick behalten

So ganz wird Waldau den Standort Munster allerdings nicht aus dem Blick verlieren, denn als künftiger Kommandeur des Landeskommandos Niedersachsen (LKdo Ni) in Hannover, fällt auch der Bundeswehrstandort und die Örtze-Stadt Munster in seinen Verantwortungsbereich. So ist das LKdo die erste Ansprechstelle für die Zivil-Militärische Zusammenarbeit und koordiniert bei Notlagen die Unterstützung durch die Bundeswehr. Da kommt ihm auch die Erfahrung aus seiner jetzigen Verwendung sehr zugute. Als ständiger Vertreter des Kommandeurs, Brigadegeneral Ullrich Spannuth, führte Waldau die Führungsorganisation, die sogenannten Stabs-Abteilungen, im Ausbildungszentrum Munster. Nur mit einem gut eingespielten Team im Bereich ‚Zentrale Aufgaben‘ ist eine professionelle Ausbildung des Führungsnachwuchses möglich. Unter anderem hatte der scheidende Oberst in der Corona-Krise mit seinen Frauen und Männern bereits umfangreiche Maßnahmen und Lösungsansätze zur Eindämmung und Bekämpfung der Pandemie für das Ausbildungszentrum entwickeln müssen. „Mit Oberst Waldau verlässt Sie heute ihr Leiter, ihr Vorgesetzter, ihr Kümmerer. Derjenige, der stets und überall ein offenes Ohr für sie hatte. Derjenige, der die Richtung vorgegeben hat, der klare Führung gelebt und eindeutige Ziele formuliert hat“, betonte General Spannuth. Mit der Rückkehr nach Hannover schließt sich nun der Kreis für den zweifachen Familienvater, der mit der Versetzung in die Landeshauptstadt auch die Distanz zu in seinen nordhessischen Heimatort verringert hat.

In Munster kein Unbekannter

Mit Oberst Jesko Peldszus kommt ein erfahrener Stabsoffizier auf den Dienstposten, der sich in Munster bestens auskennt und für den der größte Heeresstandort der Bundeswehr keine unbekannte Dienststelle ist. Oberst Peldszus kann bereits auf zwei Verwendungen in Munster zurückblicken, zuletzt als Kommandeur des Panzerlehrbataillon 93 von 2007 bis zum Jahr 2010. Zudem ist Munster bereits seit vielen Jahren der Familienwohnort Peldszus, wo der neue Abteilungsleiter mit seiner Ehefrau und den beiden Kindern lebt. Vor der Rückkehr nach Munster war Oberst Peldszus als Leiter des Kompetenzzentrums Führungskräfteentwicklung an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg eingesetzt. In dieser Verwendung war er auch für nahezu sechs Monate als Lehrgangsteilnehmer an das NATO Defense College in Rom abgeordnet. Auch kann Peldszus auf diverse Auslandseinsätze zurückblicken. So führte ihn der letzte Einsatz über den Jahreswechsel 2012/2013 nach Afghanistan. Untermalt wurde der Übergabeappell durch das Heeresmusikkorps Hannover unter der Leitung von Oberstleutnant Martin Wehn, das Corona-konform zwar in einer kleinen Besetzung antrat aber dennoch ein stimmungsvolles Ambiente schuf.

Paul Hicks
Fotos: Michel Baldus

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