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Neue Anfänge nach 1945 – Wie die Landeskirchen Nordelbiens mit der NS-Vergangenheit umgingen

CELLE. Am 15. Juli 2021, findet um 19.00 Uhr in der Celler Synagoge eine Ausstellung zu dem Thema „Neue Anfänge nach 1945 – Wie die Landeskirchen Nordelbiens mit der NS-Vergangenheit umgingen“ statt. In das Thema der Ausstellung wird der Hamburger Historiker Dr. Stephan Linck einführen.

„Durch uns ist unendliches Leid über viele Völker und Länder gebracht worden“ (Stuttgarter Schulderklärung vom 19. Oktober 1945). Vor allem die norddeutschen Landeskirchen ignorierten und bekämpften die Stuttgarter Schulderklärung. Entsprechend wurde die eigene kirchliche Mitverantwortung für Holocaust und Krieg relativiert und geleugnet. Die Kirchen waren darin ein Spiegelbild der gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse. Es brauchte Jahrzehnte, das Engagement kleiner kirchlicher Gruppen und einige Auseinandersetzungen, bis die Nordelbische Kirche die Schuld vor allem für den Mord an den europäischen Juden öffentlich bekannte. Die Ausstellung basiert auf der Forschungsarbeit von Dr. Stephan Linck, seit 2015 Studienleiter der Evangelischen Akademie, und ist ein Projekt der Evangelischen Akademie in Zusammenarbeit mit dem Amt für Öffentlichkeitsdienst der Nordkirche.

Konzipiert und realisiert wurde die Ausstellung von Prof. Dr. Stefanie Endlich, Monica Geyler-von Bernus und Beate Rossié – Expertinnen, die in den vergangenen Jahren bereits mit mehreren Ausstellungen zum Thema „Kirche und Nationalsozialismus“ auf sich aufmerksam gemacht haben.

Zurzeit ist es notwendig, dass eine Liste mit den Kontaktdaten der Besucher geführt werden muss. Außerdem ist nur eine beschränkte Anzahl von Besuchern zulässig. Das Hygienekonzept der Gesellschaft finden Sie auf der Homepage www.zusammenarbeit-celle.de .

Besucher und Besucherinnen werden gebeten, dass sie sich während der Öffnungszeiten der Synagoge telefonisch mit ihren Kontaktdaten anmelden, Telefonnr. 05141 – 124730.

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