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Infoveranstaltung zu den Geschehnissen in Kurdistan

CELLE. Am Mittwoch hat im Französischen Garten auf der Bühne am Schlösschen in Celle eine Informationsveranstaltung unter dem Motto „Erdogans neue Türkei“ stattgefunden. Teil der Veranstaltung war ein Reisebericht der Friedensdelegation nach Südkurdistan (Nordirak), bei der 5 Celler:innen im Juni 2021 dabei waren. Es kamen rund 40 Menschen zusammen, um die aktuellen Geschehnisse in Kurdistan und den intensivierten Krieg des türkischen Staates zu verstehen.

Thema war auch die Unterstützung verschiedenster Staaten, wie Deutschland für den faschistischen türkischen Staat durch Waffen, Geld und politische Rückendeckung. Seit dem 23. April herrscht in den Bergen Südkurdistans ein Krieg gegen die kurdische Befreiungsbewegung, aber auch gegen die Zivilbevölkerung der Region. Bei diesem Krieg werden immer wieder Menschenrecht und Völkerrecht gebrochen: denn das türkische Militär greife mit Giftgas und islamistischen Söldnergruppen an. Auch schrecke das Regime unter der AKP und Erdogan nicht davor zurück zivile Fahrzeuge oder Flüchtlingscamps zu
bombardieren.

Seit vielen Jahren baue das türkische Regime seinen Machtbereich in vielen Ländern aus – es besetzt völkerrechtswidrig Gebiete, vertreibe die Bevölkerung und richte seine eigenen Regierungen ein. Zu all den Geschehnissen schweigen europäische Staaten und lassen
keinerlei Konsequenzen folgen.

Die Friedensdelegation reiste nach Südkurdistan, um auf die Kriegssituation aufmerksam zu machen. Dabei waren über 70 Menschen aus 14 Ländern beteiligt, darunter auch Parlamentarier:innen, Journalist:innen und Akademiker:innen.

Neben der militärischen Unterstützung für den türkischen Staat versuche Deutschland auch die Friedensdelegation zu kriminalisieren: Menschen seien an der Ausreise gehindert worden unter dem Vorwand, dass die Teilnahme bei der Friedensdelegation „ein nicht hinzunehmendes Risiko für die deutsch-türkischen Beziehungen“ sei. Auch bei der Rückreise seien Delegationsteilnehmer:innen ohne rechtliche Grundlage von der Bundespolizei festgehalten und durchsucht worden. Und auch im Vorfeld der Veranstaltung sei es zu Ansprachen der Polizei gegenüber den Betreibern des Veranstaltungsortes gekommen.

Unter dem Motto „Defend Kurdistan“ finden Informationsveranstaltungen in vielen verschiedenen Städten statt, um das Schweigen in Europa über die Verbrechen zu brechen. Die Teilnehmer:innen der Delegation aus Celle waren von der feministischen Organisierung „Gemeinsam Kämpfen – Für Selbstbestimmung und Autonomie“, „Rheinmetall entwaffnen“ und dem êzîdischen Volksrat.

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