Anzeige

VdK fordert mehr politische Anstrengungen für bezahlbaren Wohnraum

NIEDERSACHSEN. Mehr als 58.000 niedersächsische Haushalte waren im Jahr 2020 auf staatliche Unterstützung zur Begleichung ihrer Miet- bzw. Wohnkosten angewiesen. Die Zahl der Wohngeldempfänger ist damit innerhalb eines Jahres um mehr als 25 Prozent gestiegen. „Wohnen ist ein soziales Grundrecht und darf nicht zum Luxus werden!“, mahnt der Sozialverband VdK Niedersachsen-Bremen und fordert mehr politische Anstrengungen für bezahlbaren Wohnraum.

VdK-Landesverbandsvorsitzender Friedrich Stubbe

„Die Zahlen des Statistischen Landesamtes zum Anstieg der Wohngeldempfänger zeigen auf alarmierende Weise, dass für immer mehr Menschen die Begleichung ihrer monatlichen Wohnkosten zum Kraftakt wird, der ihre finanziellen Mittel übersteigt. Das dürfen wir als Gesellschaft nicht länger hinnehmen! Der VdK fordert deshalb von der Landespolitik drastisch stärkere Investitionen der Öffentlichen Hand für bezahlbaren Wohnraum, die Stärkung nicht-profitorientierten Bauens, Schutz vor Verdrängung besonders gefährdeter Menschen und die Förderung von barrierefreiem und inklusivem Wohnen. In der Grundsicherung müssen die Kosten der Unterkunft zudem realistischer berücksichtigt und an die realen Wohnungsmarktverhältnisse angepasst werden. Außerdem sollten neben den Wohn- und Heizkosten auch die Stromkosten in tatsächlicher Höhe übernommen werden.

Neben Menschen ohne Arbeit sind gerade auch Personen mit Behinderung, Alleinerziehende sowie Beschäftigte im Niedriglohnsektor betroffen. Als sofortige Gegenmaßnahme ist deshalb ein Mindestlohn von 13 Euro einzuführen. Denn Arbeit muss endlich fair bezahlt werden, damit die Menschen ihren Lebensunterhalt davon bestreiten können“, verlangt Friedrich Stubbe, Landesverbandsvorsitzender des VdK Niedersachsen-Bremen.

Für bezahlbares Mieten und Wohnen setzt sich der Sozialverband VdK auch mit seiner bundesweiten Kampagne „Sozialer Aufschwung JETZT!“ zur Bundestagswahl ein. Mehr dazu unter www.vdk.de/niedersachsen-bremen/pages/82396/btw

PR
Foto: Peter Himsel






Anzeige


Anzeige


Anzeige