Anzeige

Martins-Lichter für vom Wolf bedrohte Weidetiere

NIEDERSACHSEN. „Lichter gegen das Vergessen“ – unter diesem Motto veranstalten Schäfer und Weidetierhalter am 10. November eine deutschlandweite Aktion. Mit Kerzen in den Fenstern, Feuerschalen, Laternen und Lichterketten um Weiden und Höfe wollen sie sich und ihre Situation am Vorabend des Sankt-Martins-Tages in Erinnerung bringen und gegen die Ignoranz der Politik beim Thema Wolf ein Zeichen setzen, teilt der Landvolk-Pressedienst mit.

„Während die rasant wachsenden Wolfsbestände unsere wirtschaftliche Existenz bedrohen, ignoriert die Politik unsere Forderungen nach einem aktiven Wolfsmanagement“, erklärt Schäfer Wendelin Schmücker als Pressesprecher des Organisationsteams. „Wir möchten nicht in Vergessenheit geraten, denn die Probleme haben sich erheblich verschärft. Die Wölfe fallen in unsere Herden ein, immer mehr Tiere fallen ihnen zum Opfer. Die Vermehrungsrate der Wölfe steigt und steigt, ohne dass dagegen etwas unternommen wird.“ Zahlreiche Tierhalter geben auf: Sie sind es leid, die gerissenen Tiere von der Weide zu holen.

Die exponentielle Ausbreitung hat nicht nur Konsequenzen für die Weidetierhalter, sondern für die Gesellschaft insgesamt. Es mehren sich nicht nur Berichte über eingeschränktes Freizeitverhalten, sondern über Wolfsbegegnungen mit aufdringlichen Wölfen, die weder scheu noch nachtaktiv sind. In bekannten Wolfsgebieten fürchten Eltern mittlerweile um ihre Kinder, zählt Schäfer Schmücker auf. Die Nähe zum Sankt-Martins-Tag wurde daher bewusst gewählt: Der Heilige Martin ist der Schutzheilige aller Reisenden – und damit im weiteren Sinne auch der Wanderschäfer. Er verkörpert wie kein anderer die christliche und menschlich große Geste des Erbarmens und des Helfens. Daneben galt der Martinstag als Ende des bäuerlichen Wirtschaftsjahres und als Termin für den Viehabtrieb bzw. das Ende des Weidejahres. „Uns erscheint dies als passender Zeitpunkt, um unseren eindringlichen Hilfsappell an Politik und Gesellschaft zu richten“, erklärt Schmücker.

Zentrale Forderung der Schäfer und Weidetierhalter ist, das Wolfsansiedlungs- und Herdenschutz-Experiment umgehend zu beenden, die Schutzstellung des Wolfes aufzuheben und das Raubtier endlich zu bejagen – wie es bereits in einigen Nachbarländern üblich ist. Jeder, der diesen Appell unterstützen möchte, kann dies für sich gestalten und/oder seine Aktion an wende.schaf@outlook.de bis zum 9. November melden. Eine Übersichtskarte mit allen Standorten der Aktionslichter steht dann unter dem Link https://www.wir-lieben-schafe.com/lichter-gegen-das-vergessen/ bereit. Auch über zugesendete Fotos und Videos von dieser Aktion freut sich das Aktionsteam rund um Wendelin Schmücker.

LPD
Foto: Pixabay






Anzeige


Anzeige