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Kommt eine Brücke gefahren – Wegeverbindung zwischen Allerinsel und Bahnhof nimmt Gestalt an

CELLE. Im übertragenen Sinne als „Brückenbauer“ fungierten heute Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge und seine Mitarbeiter. Haben sie es mit weiteren Fachleuten im Rathaus doch möglich gemacht, dass nunmehr endlich die wichtige Wegeverbindung von der Allerinsel gen Bahnhof Gestalt annimmt. Gemeinsam mit Stadtbaurat Ulrich Kinder, Projektleiter Wolfgang Schucht und Verkehrsplaner Jörg Frohnert sah er zu, wie das Brückenwerk über die Aller – konkret von der Speicherstraße zur Allerinsel – verlegt wurde.

„Auf unserer Allerinsel entsteht derzeit ein neuer Stadtteil. Von daher freue ich mich, dass spätestens ab dem kommenden Jahr Fußgänger und Radler auf kurzen Wegen zum Bahnhof und wieder zurück gelangen“, so das Stadtoberhaupt. „Für die Erschließung ist es elementar, denn wir legen gerade im neuen Quartier mehr Gewicht auf Fußgänger und Radfahrer. Auch von den Investoren wird die neue Wegeverbindung ausdrücklich begrüßt.“ Im Vorhinein war dazu auch viel Verhandlungsgeschick gefragt, denn ein Teil des Brückenumfelds führt über privaten Grund.

Nicht nur für den OB ist das aktuelle Geschehen an der Allerinsel ein echtes Ereignis. „Es ist nicht eben alltäglich, dass bei uns in Celle Brücken gebaut werden“, sagt Nigge. „In der vergangenen Nacht rollte wahrlich Großes an.“ Denn das Bauwerk wurde in Gänze angeliefert. Der Transport machte sich aus Osterwald in der Grafschaft Bad Bentheim auf den Weg in die Residenzstadt. In Zahlen war damit auf der Straße ein 31 Meter langes und 4,50 Meter breites „Fertigbauteil“ auf einem 38 Meter langen Schwertransporter mit einem Gewicht von 37 Tonnen unterwegs, bis es das Ziel in der Speicherstraße Nummer 16 erreichte.

Um einen reibungslosen Transport zu gewährleisten, bedurfte es mannigfaltiger Vorarbeiten. Dazu Jörg Frohnert: „Die Verkehrsanlagen sind nicht auf derartige Großaktionen ausgelegt. Entsprechend galt es im Vorfeld unter anderem Lichtmasten, Verkehrsschilder abzubauen, Kleingrün zu entfernen und Verkehrsinseln überfahrbar zu gestalten.“ Trotzdem zeigen sich manche Widrigkeiten erst im Praxistest, weshalb auch nicht genau gesagt werden konnte, wann das Brückenteil tatsächlich am künftigen Standort eintreffen werde. Aufgrund der Witterung und technisch bedingt, kann sich ein solcher Transport verzögern.

Aber in den Morgenstunden am Donnerstag war es nun soweit. Mitarbeiter von Fachfirmen – alle vornehmlich aus der Region – nahmen die Brücke an den Haken und setzen diese auf Widerlager und Stützen an der Aller auf. Doch mit dem Aufsetzen allein ist es nicht getan. Weitere Arbeiten müssen folgen, damit die Brücke im kommenden Jahr ihrer Bestimmung auch gerecht wird.

„Anschlussrampen und vieles mehr müssen noch hergestellt werden, bevor alles begeh- und befahrbar ist“, erläutert Projektleiter Schucht. Er freut sich schon jetzt auf die offizielle Eröffnung. „Dann wird das Quartier endlich an den Stadtteil Neuenhäusen angebunden, was wir auch entsprechend beleuchten werden“, sagt er und meint damit die LichtArt, welche das Brückenwerk in den Abendstunden zum Strahlen bringen wird.

PR






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