Dienstag, 13. Januar 2026

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Blockade in Unterlüß fordert: „Stopp der Rüstungsproduktion und Waffenexporte“

UNTERLÜß. Am Vormittag haben 30 Gegner von Rüstungsexporten aus Norddeutschland die Hauptzufahrt zu Rheinmetall Landsysteme/Waffe Munition GmbH blockiert. Kunden, Dienstleister und Mitarbeiter mussten umkehren.

Im „Antimilitaristischen Bündnis Wendland“ haben sich engagierte Menschen zusammengeschlossen, um der schleichenden und offenen Militarisierung des Alltags entgegenzutreten. Mit wöchentlichen Kundgebungen „NEIN zu Krieg und Aufrüstung“ auf dem Marktplatz von Lüchow verbinden sie die solidarische Unterstützung für Flüchtende aus der Ukraine (und aus anderen Regionen dieser Welt) mit Kritik an den Aufrüstungsplänen der Bundesregierung.

Sie erklären: „Unsere gewaltfreie Aktion richtet sich nicht gegen die einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern gegen einen Waffenbetrieb, der Kriege anheizt, Fluchtursachen schafft und Gewinne mit dem Tod von Menschen macht.“ Rheinmetall gehört zu den größten Rüstungskonzernen auf der Welt. Der Konzern wolle logistische Fahrzeuge, Radfahrzeuge und Kettenfahrzeuge in die Ukraine liefern. Zu Letzteren, so das Bündnis, gehören der Kampfpanzer Leopard 2 und der leichtere Schützenpanzer Puma. Spekuliert werde auch über Hubschrauber und Munition. Wie das Bündndis mitteilt, habe Konzernchef Armin Papperger erklärt: „Ja, die Ukraine hat bereits angefragt. Der Antrag wird derzeit von der Bundesregierung geprüft. Ich kann in der derzeitigen Situation nur sagen: Wir wollen denen helfen.“

Das bezweifelt das Antimilitaristische Bündnis Wendland: „Rheinmetall gehört zu den großen Gewinnern im Ukraine-Krieg. Doch durch Bereitstellung von mehr Panzern und LKW wird jeder militärische Konflikt angeheizt und verlängert. Das Exportverbot von Rüstungsgütern in Krisengebiete wird kurzerhand von der Ampelkoalition ausgehebelt, Aufrüstungspläne in kaum vorstellbarem Umfang, ohne jegliche gesellschaftliche Teilhabe beschlossen.“

„Firmenchef Papperger verdreht die Wahrheit: Es geht um Gewinnsteigerung, nicht um eine Beendigung des Krieges in der Ukraine oder eine nachhaltige Lösung. Helfen sieht anders aus“, erklärt die Sprecherin der Aktion Katja Tempel.

Die Blockade dauert zur Zeit noch an. Mit der Blockade fordern die Blockiererinnen und Blockierer den Stopp der Rüstungsproduktion in Unterlüß, den sofortigen Stopp aller Lieferung von Rüstungsgütern aus Altbeständen ins Ausland und die Konversion der Produktion in z.B. energieeffiziente, nachhaltige Heizungen.
Sie reiht sich ein in eine Folge von Aktionen, u.a. durch Rheinmetall Entwaffnen, JunepA, Friedensaktion Lüneburger Heide oder der Hamburger „Initiative gegen Rüstungsexporte“, in der auch Aktive aus der Region mitarbeiten.

PR
Foto: Antimilitaristisches Bündnis

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