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Verkehrsunfallstatistik 2022 zeigt rückläufige Gesamtunfallzahlen

Heute wurde die polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2022 vorgestellt. Die Zahlen sind in der Gesamtansicht erfreulich, so sanken Gesamtunfallzahlen zu 2021 um -0,26 % und zum Vor-Corona-Niveau um -12,75 %. So positiv die Entwicklung auch ist, es sterben Menschen und viele Verkehrsteilnehmer werden verletzt. Den positiven Trend möchte die Polizei aber als Ansporn nehmen, diesen auch in den kommenden Jahren fortzusetzen.

Von Licht und Schatten wurde auf der heutigen Pressekonferenz der Polizeiinspektion Celle bei der Vorstellung der polizeiliche Verkehrsunfallstatistik 2022 gesprochen, denn der Rückgang der Gesamtunfallzahlen, verbirgt auch im Detail einen Anstieg in einem konkreten Sektor.

Der Leiter der Polizeiinspektion Celle, Frank Freienberg, der Leiter Einsatz, Malte Ramme und der Sachbearbeiter Verkehr, Dirk Alvermann, präsentierten heute die zunächst erfreulichen Zahlen. Frank Freienberg erläuterte das Zustandekommen der Verkehrsunfallstatistik und die Datenerfassung und dankte zunächst allen anderen Rettungskräften. Man arbeite stets in seinem Aufgabenbereich eng zusammen und man unterstütze sich zudem in schwierigen Lagen.

Dirk Alvermann präsentierte die zusammengefassten Daten und während in fast allen Bereichen diese rückläufig sind, sind die Anzahl der Verletzten mit +18,43 % zu 2021 und der Schwerverletzten mit +39,19 % fast wieder fast auf Vorpandemieniveau. Die rückläufigen Baum- und Tierunfälle wird von Alvermann positiv bewertet, obwohl die Unfälle mit Tieren noch immer 20% der Gesamtunfälle ausmachen. Ein besonderes Augenmerk legte Alvermann auf den abermaligen Rückgang der Verkehrstoten in 2022. Bei der Wertung der Zahlen schaute man sich teils die zurückliegenden Jahre an und mal die Vor-Corona-Zahlen, um einen besseren Vergleich zu haben.


Obgleich die Zahlen in Gänze rückläufig sind, verweist Alvermann auf den Paragraphen 1 Absatz 1 der Straßenverkehrs-Ordnung: „Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht“. Viele aufgenommene Unfälle hätte es gar nicht gegeben, hätten alle Verkehrsteilnehmer sich an diesen Grundsatz gehalten. „Jeder Unfall ist einer zu viel“, so Sachbearbeiter Verkehr der Polizeiinspektion Celle. Bei Fahrradfahrenden wurde an dieser Stelle deutlich, dass mit 21 Schwerverletzten und 207 Leichtverletzten fast jeder Verunfallte Verletzungen davonträgt. So hatte auch gleich Alvermann auf das Tragen von Fahrradhelmen verwiesen – schließlich hätten Köpfe keine Knautschzone.

E-Scooter erfreuen sich in Celle einer großen Beliebtheit. Im Jahr 2022 wurden dazu 20 Unfälle verzeichnet, bei denen 13 Personen verletzt wurden. Da dieser Bereich recht neu ist, gibt es noch keine adäquate Datenerhebung. Die Dunkelziffer dürfte hier viel höher liegen, so Frank Freienberg. Man werde den Bereich der E-Scooter weiter im Auge behalten und sich eingehender damit beschäftigen. Schließlich vermute man viel mehr nicht angezeigte Unfälle, ggf. auch Alleinunfälle.

Malte Ramme appellierte an alle Fußgänger, Fahrradfahrende und E-Scooter-Fahrer, möglichst alle Unfälle zu melden. Schließlich fließen die Daten in die Statistiken ein und anhand des Unfallhergangs könnten vielleicht vor Ort bauliche Verbesserungen zur Verkehrssicherheit ergriffen werden. Bis 2050 möchte die EU keine Verkehrstoten mehr auf den Straßen verzeichnen. Das Zusammenspiel aus Verkehrssicherheitsberatung, unter anderem durch die Polizei vor Ort, die Verkehrsraumgestaltung, wobei hier die Statistiken der Polizei als Grundlage dienen und die Verkehrsüberwachung sollen dazu beitragen, das Ziel zu erreichen.

Generell sind sich Freienberg, Ramme und Alvermann einig, jeder Verletzte oder Getötete ist einer zu viel. Gemeinsam möchte man daran arbeiten, die Zahlen noch weiter zu reduzieren.

Der Leiter der Polizeiinspektion stellte abschließend klar, dass im Straßenverkehr kein Toter und kein Verletzter bewusst herbeigeführt wird. Es besteht hier also keine Motivlage; und dennoch entstehe viel Leid, und die Leidtragenden sind meist nicht die Unfallverursacher. Jeder nimmt am Straßenverkehr teil und wechselt auch die Rollen. Mal ist man mit dem Auto unterwegs, mal fährt man Rad oder bewegt sich als Fußgänger. Das Bewusstsein sollte von allen – dem anderen gegenüber – geschärft werden … „wie wirke ich auf andere“. Man solle gegenseitige Vorsicht walten lassen und nicht immer auf sein Recht pochen, so Freienberg.

Redaktion
Celler Presse

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