Zum Inhalt springen
Anzeige
Anzeige

Diebstahl des Gedenksteines für Todesopfer rechter Gewalt in Eschede – 500 € Schaden

  • Eschede

Das Bündnis gegen Rechtsextremismus in Eschede stellte am 29.11.2023 am Briefkasten des Schulungszentrums der NPD, am Finkenberg in Eschede, einen Gedenkstein auf. Der Text wurde auf einem Findling von einem örtlichen Handwerksbetrieb gemeißelt. Der Stein wurde mit einem Stahlanker in einem Betonblock verankert.

Die Gemeinde Eschede erlaubte die Anbringung am Straßenrand. Der Text war: 113 Todesopfer rechter Gewalt von 1990 – 2020 lt. dt. Verfassungsschutz. Eingeweiht und vorgestellt wurde er am 16. Dezember 2023 bei der Demonstration des Netzwerkes gegen Rechtsextremismus Südheide.

Der Stein dient der Mahnung Aller, die dort vorbeigehen oder -fahren, daran, dass Rechtsextremismus den Menschen verführt. „Im Jahre 2024 wird vom Bündnis Peter Deutschmanns gedacht und deshalb war das Setzen dieses Stein ein erster Anstoß, sich damit auseinanderzusetzen, dass faschistisches Gedankengut die Menschen in werte und unwerte Menschen einteilt und damit ideologisch es erlaubt andere Menschen, die die als unwürdig bezeichnet werden, zu bekämpfen und auch zu töten. Wir greifen dieses Thema auf verschiedene Weisen auf“, so Marlies Petersen, Sprecherin des Bündnisses. „Das brutale Herausziehen des Steines von seinem Sockel entmutigt uns nicht an unserer Aufklärungsarbeit weiter zu arbeiten“, ergänzt Sascha Alius aus dem Sprecherrat. Am 22.Dezember wurde der Stein zum letzten Mal gesichtet. Am Mittag des 23.12. wurde er gewaltsam entfernt.

In den sozialen Medien wurde mitgeteilt, dass im Schulungszentrum die Sonnenwende am 22.12.23 gefeiert wurde. Gesichert ist diese Information nicht, da kein Anreiseverkehr oder Feuer auf dem Gelände gesichtet wurden. Bilder aus den sozialen Medien, die veröffentlicht wurden, waren nicht aktuell, obwohl behauptet wurde, dass eine Feier stattgefunden hatte. „Auch wenn nur behauptet wurde, dass es am 22.12.23 eine Feier in Eschede gegeben habe, ist dies für uns hinreichend Beweis dafür, dass Eschede als Schulungs- und Vernetzungszentrum für die NPD-Nachfolger genutzt und öffentlich als Veranstaltungsort beworben wird“, erklärt Andrea Köllner-Heinich, ebenfalls im Sprecherrat des Bündnisses.
Es wurde Anzeige wegen Diebstahls gestellt. „Wer mehr über den Verbleib des Steines sagen kann, wende sich bitte an die Polizei oder an das Bündnis, das postalisch über die Gemeinde Eschede zu erreichen ist“, so die bitte des Bündnisses abschließend.

PR
Fotos: Petersen

Hinweis zu der Meldung
Diese Seite zeigt gesponsorten Marketing-Inhalt, Quell- und Informationslinks sowie extern eingespielte Banner und Flash-Anzeigen.



Anzeige