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Große Spuren und große Fußstapfen – Hölty-Schulleiterin Monika Nerreter verabschiedet sich in den Ruhestand

Dass bei Verabschiedungen meist nur nette Worte fallen, ist normal. Wie positiv die Worte waren, mit denen Hölty-Schulleiterin Monika Nerreter in den Ruhestand verabschiedet wurde, war hingegen doch etwas Besonderes. „Sie haben die gesamte Celler Schullandschaft auf neue Füße gestellt“, lobte Landrat Axel Flader bei der Verabschiedungsfeier. „Das neue Hölty in Hambühren wird ein Schmuckstück, und Sie hinterlassen größtmögliche Spuren“. Ihr Abschied sei ein tiefer Einschnitt, ergänzte auch Schuldezernent Sven Kablau bei seiner Lobrede, „und der Umzug nach Hambühren war ihr Meisterstück“. Und Michael Zilk, Schulleiter des Christian-Gymnasiums Hermannsburg, brachte im Namen der Schulleitungen des Landkreises seinen tiefsten Respekt davor zum Ausdruck, wie bravourös Nerreter die Schwierigkeiten gemeistert habe, die die Schulen bewältigen mussten – von dem Wechsel zu G8 und wieder zurück, der Corona-Pandemie und der Digitalisierung.

Bei der Begrüßung erwähnte Anja Klein, die ständige Vertreterin der Schulleitung, die stets offene Tür zum Büro von Nerreter. Darauf bezog sich auch Nina Aßmus scherzhaft in ihrer Rede, denn jetzt sei „der Abschluss der Jahre der offenen Tür“ gekommen. Sie dankte Nerreter im Namen des Kollegiums für ihr Engagement und dass sie es ermöglicht hat, dass sich am Hölty jeder wohl fühlen konnte.

Die musikalische Untermalung durfte bei der Verabschiedungsfeier natürlich nicht fehlen, und so spielte ein eigens für diesen Anlass gebildetes Lehrerorchester Edvard Griegs „Morgenstimmung“, bevor der Lehrerchor „Alt wie ein Baum“ und „Als ich fortging“ sang. Auch die Sekretärinnen zeigten sich sehr musikalisch und gaben „Ain’t No Sunshine“ zum Besten, und Egon Ziesmann spielte sein für Nerreter komponiertes Lied „Abschied und Neubeginn“.

Nerreter zeichnete in ihrer Abschiedsrede ihren Werdegang nach, den sie in „drei Zeiten“ unterteilte. Die erste Phase dauerte von ihrer Geburt im mecklenburgischen Tessin 1963 bis zur Wende 1989. In der „zweiten Zeit“ arbeitete sie zunächst als Lehrerin, dann als Schulleiterin in Rövershagen, wo sie ihrer Schule auf Grund der zeitgeschichtlichen Geschehnisse die Bedeutung kultureller Vielfalt und politischer Bildung auf die Fahnen schrieb und sie zur Europaschule entwickelte und später für die Europaschulen in Mecklenburg-Vorpommern verantwortlich werden sollte. 2009 begann die Celler Zeit am Hölty-Gymnasium. Als besonders prägend hob sie hierbei die Erfolge bei „Jugend forscht“, Musik, Theater, Sport und den historischen Projekttagen sowie die Klassenfahrten hervor. Den Höhepunkt bildete zum Schluss der Umzug nach Hambühren. Dazu gab Nerreter dem Kollegium mit auf den Weg: „Der Neubau ist nur eine Hülle. Sie muss mit Leben gefüllt werden.“ Diesen Prozess werde sie nun aus der Ferne verfolgen. Mit den Worten „Es gibt ein Bleiben im Gehen, ein Gewinnen im Verlieren, im Ende einen Neuanfang“ verabschiedete sich Nerreter. Und bei diesem Lebenswerk war es wenig verwunderlich, dass sich nach dem emotionalen Abschied alle Anwesenden zum lang anhaltenden Applaus von ihren Sitzen erhoben.

Dass Nerreter, wie in den Lobreden immer wieder erwähnt wurde, überaus beliebt bei den Schülerinnen und Schülern, Eltern und im Kollegium ist, zeigte sich auch an ihrem letzten Schultag am Hölty. Alle Klassen aus Hambühren und Celle hatten sich auf dem Schulhof in der Welfenallee versammelt, um Nerreter mit einem Flashmobtanz zu Falcos „Nie mehr Schule“ zu verabschieden. Wie sie danach bejubelt und applaudiert wurde und sie sich einen Weg durch die Massen bahnte und dabei die Schülerinnen und Schüler abklatschte, erinnerte eher an einen Popstar als an eine Lehrerin.

Das Hölty-Gymnasium bedankt sich von ganzem Herzen bei Monika Nerreter. Sie hinterlässt große Spuren – und große Fußstapfen.

Jan-Henrik Flecke
Fotos: Michael Rücker

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