Celler Altstadt bald ohne HUSSEL-Confiserie?
Wer erlesene Süßigkeiten zum Verschenken oder Selberessen in der Celler Altstadt sucht, kommt an einer Adresse nicht vorbei: Die HUSSEL-Confiserie am Großen Plan an der Ecke zum Robert-Meyer-Platz bietet ein Sortiment vom Feinsten. Doch ob das Fachgeschäft langfristig ein Teil der City bleibt, ist ungewiss.
Die HUSSEL GmbH mit Sitz im schleswig-holsteinischen Wahlstedt hat am 31. Januar 2024 beim Amtsgericht Norderstedt einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt, wie sie auf ihrer Internetpräsenz bekanntgibt. Die Hussel GmbH ist gemeinsam mit der norddeutschen Arko GmbH als Kaffee- sowie der Eilles GmbH & Co. KG als Teehändler Teil der Deutschen Confiserie Holding (DCH) mit Hauptsitz in Wahlstedt. Über deren Antrag auf Insolvenz berichtet der SPIEGEL, unter anderem mit Bezug auf einen Bericht in der WIRTSCHAFTSWOCHE. Danach sei das Weihnachtsgeschäft nicht befriedigend gelaufen, und der Umsatz bereits in den vergangenen Monaten zuvor eingebrochen.
Deutschlandweit unterhält die Deutsche Confiserie Holding rund 300 Filialen mit circa 1.200 Beschäftigten. Bei dem aktuellen Antrag auf Insolvenz handelt es sich bereits um den zweiten innerhalb von rund drei Jahren. Das erste Verfahren im Jahr 2021 war eine Folge von Corona, wurde von den Firmen HUSSEL, Arko und Eilles in Eigenregie geführt und brachte die Rettung, doch leider nicht von Dauer. „Nachdem die Unternehmen im Jahr 2021 erfolgreich Schutzschirmverfahren durchlaufen hatten, konnten die erzielten Erfolge aufgrund sinkender Einnahmen im Kontext gestiegener Rohstoff- und Personalkosten nicht gehalten werden und machen eine erneute Sanierung erforderlich“, teilt die HUSSEL GmbH auf ihrer Website mit. Die Gehälter der Mitarbeiter in Deutschland würden über Insolvenzgeld gesichert und der Geschäftsbetrieb der Filialen werde fortgeführt.
So auch in Celle, am Samstagmittag ist bei HUSSEL am Großen Plan alles wie gewohnt, erlesene Ware und freundliches Personal, das im persönlichen Gespräch mitteilt, es sei gehalten, zum Insolvenzantrag nichts zu sagen, man solle sich an den Hauptsitz in Wahlstedt wenden. Und dieser schreibt im Internet: „Wir halten Sie über die künftigen Entwicklungen auf dem Laufenden.“
Wie es weitergeht mit der Confiserie im Herzen der Celler Innenstadt bleibt also abzuwarten.
Anke Schlicht
Redaktion
Celler Presse
Foto: Anke Schlicht
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